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Dorian Hunter 16 - Der Moloch
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 01.12.2011, Serie: Dorian Hunter, Autor(en): Marco Göllner, Ernst Vlcek, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2011, Preis: 6,97 EUR


Dorian Hunter: Dämonenkiller, ist ein echter Klassiker des Horrorgenres. In den siebziger Jahren erschien die gleichnamige Heftromanreihe, die dann ab 1984 in fünf Hörspielen wieder auflebte. Danach kam lange gar nichts. Inzwischen hat sich ein neues Team der alten Geschichten angenommen und weckt damit Erinnerungen an glorreiche Hörspielzeiten in den 80er Jahren um die Horrorserien Makabros, Larry Brent und natürlich John Sinclair. Die Hauptfigur, Dorian Hunter, entdeckt in der Hörspielreihe klassisch sich, seine Vergangenheit und seine Fähigkeiten erst von Folge zu Folge: Er ist einer der neun Söhne des Teufels und als solcher aus der Art geschlagen, denn er bekämpft die "Schwarze Familie".

Der Moloch schließt nahtlos an die vorherige Folge Die Teufelsinsel an. Dorian ist immer noch auf der Jagd nach Asmodi, den er als letzten der Familie zur Strecke bringen will. Bei ihm sind Valiora, die Hunter aus der Kontrolle von Asmodi befreit hat, der Journalist Armand Melville, der weiterhin Aufzeichnungen der Geschehnisse macht, und die Gefolgsleute des sizilianischen Mafiabosses, von dem auch das Schiff stammt, mit dem Hunter zum Aufenthaltsort von Asmodi gefahren ist.

Wirkte Hunter zuletzt noch überlegen und siegessicher, so dreht jetzt Asmodi den Spieß um. Der Henker, das Monster, das ständig auf Hunters Fährte ist, tötet im Handumdrehen Dorians Mafiagefolgschaft. Zwar gelingt es dem Dämonenkiller noch, den Henker mithilfe eines Ringes in das Reich der Träume zu schicken, aber er entschließt sich doch zur Flucht. Dorian zieht sich auf die Yacht seines Freundes Jeff Parker zurück, um auf Haiti das von Valiora avisierte Artefakt zu bergen, mit dem er Asmodi bezwingen will. Der Höllenfürst selbst schickt Hunter den neu belebten und getunten Henker (den Moloch) nach. Danach wird es richtig blutig...

Insgesamt fällt Der Moloch zwar deutlich schneller und actionreicher aus als die letzte Folge, bringt aber inhaltlich und technisch weniger Neues. Die schon im letzten Teil gelegten Erzählstränge um Valioras Artefakt und den geheimnisvollen Mackandal werden ebensowenig vorangetrieben wie die Rolle Armand Melvilles. Letzterer ist weiter der Dokumentator der Geschehnisse und wird vom Secret Service verhört. Im Kern der Handlung bleibt also nur die Verfolgung Hunters durch den Moloch, die spannend aber auch sehr einfach realisiert wurde. So kann man zum Beispiel bereits an der Stimmlage der Sprecher die Bedrohlichkeit von Figuren sofort erkennen.

Grafische Gestaltung von CD und Cover, die Technik, die 70er/80er-Jahre-Musik und natürlich die erstklassigen Sprecher fallen dafür wie immer brilliant aus.

Fazit: Der Moloch ist ein spannendes geradliniges Hörspiel, das für sich durchaus wirkt. Im Rahmen der Serie fällt es wegen der teils stagnierenden Nebenhandlungen etwas unbefriedigend aus.




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