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Mark Brandis - Alarm für die Erde 2
Von Ingo Schulze

Rezension erschienen: 09.03.2012, Serie: Auditorium, Autor(en): Nikolai von Michalewsky, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2011, Preis: k.a.


Nach Perry Rhodan gilt Mark Brandis als zweitgrößte SciFi-Jugendbuchreihe aus dem deutschsprachigen Raum aus der Feder von Nikolai von Michalewsky, der wie der Titelheld auch das Pseudonym Mark Brandis nutze. Die Buchreihe Mark Brandis entstand ab 1970 (bis 1987) und brachte es auf 31 Titel und spielt 100 Jahre in der Zukunft.

Die Hörspielreihe erscheint seit 2007 und wird seit der 5. Folge beim Label Folgenreich produziert. Die Handlung wurde nochmal 50 Jahre in die Zukunft gelegt und in einigen Punkten geändert bzw. dem heutigen Kenntnisstand angepasst, so z.B. was die Computer betrifft oder einige Rollen, die ihr Geschlecht tauschen.

Mark Brandis ist zu Anfang der Serie ein einfacher Testpilot, reift aber schnell zum Anführer. Mars und Venus wurden schon besiedelt, zwei große Blocks stehen sich gegenüber: Die Union und die Republiken, wie schon das allgemeine Intro verrät:

"Die Zukunft - trotz aller Errungenschaften so ungewiss wie nie zuvor. Im 22. Jahrhundert hat die Menschheit Raumstationen in der Unendlichkeit errichtet und erforscht das Sonnensystem - bemüht, im Weltall das zerbrechliche Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, das auf der Erde zwischen den zwei Machtblöcken existiert: Der "Union" und den "Republiken". Mark Brandis ist Testpilot und fliegt im Dienste der neutralen Venus-Erde Gesellschaft für Astronautik, kurz VEGA. Immer wieder sieht er sich vor Gefahren gestellt, in denen er sich entscheiden muss: seinem Befehl zu gehorchen, oder seinem Gewissen - für sein eigenes Wohl oder für das, woran er glaubt ..."

Die 18. Folge baut direkt auf der 17. auf, beide sollten also zusammenhängend genossen werden.

Die humanitäre Katastrophe in Afrika, in dessen Zuge Mark Brandis zum Hochkommissar von Afrika bestellt wurde, erreicht den Höhepunkt. Da allerdings die private Rettungsaktion einiger Kinder mißlang und sich stattdessen Soldaten den Weg raus aus der Atomkatastrophe nach Europa erpresst haben, verliert Mark Brandis den ungeliebten Posten – allerdings bricht er auch selber zusammen und fröhnt dem Alkohol. Währenddessen haben Wissenschaftler einen Plan entwickelt, mit unterseeischen Entlastungssprengungen den Druck vom Kilimandscharo zu nehmen und damit die Verteilung des nuklearen Fallout des Atomendmüllagers im eigentlich erloschenen Vulkan einzudämmen. Zeitgleich muss aber auch eine genau getimte Sprengung innerhalb des Kraters für den Abfluß der Lava sorgen, welcher aber nur für jeweils wenige Minuten zugänglich ist. Daher kommen keine Autopiloten in Frage und eigentlich müßte der erfahrenste Pilot ran, Mark Brandis eben, so lastet die Verantwortung plötzlich auf den Schultern eines guten Freundes.

Die Folge ist wie der Rest der Serie sehr gut produziert, zeigt in dieser Folge eine sehr emotionale, persönliche Seite, welche überzeugend geschauspielert wird. Einige der Handlungsstränge z.B. um die Löwen von Afrika wirken seltsam unvollendet, gerade dadurch wirkt das Hörspiel aber auch besonders überzeugend und intensiv, weil nicht alles dem schema "F" gehorcht.

Fazit: Insgesamt ist die Serie sehr zu empfehlen für SciFi-Freunde und gehört da zu dem Besten, was der Hörspielmarkt zu bieten hat. Trotzdem würde ich mit der ersten Folge starten und darauf aufbauen.




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