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Die Elfen 03 - Königstein
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 08.03.2012, Serie: Die Elfen, Autor(en): Bernhard Hennen, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2011, Preis: 7,99 Euro


Nach dem dramatischen Ende von Folge 2, Firnstayns Kinder, wo die Menschen und Kentauren einen der ersten Siege gegen die Trolle erzielen konnten, geht die Handlung sofort in das nächste Kapitel über.

Alfadas, der Kriegsher aus den Nordlanden, erreicht mit den Resten seiner Armee Phylangan, die Eisfestung der Elfen. Doch die gigantische Trollarmee ist ihnen dicht auf den Fersen.
In einem dramatischen Handstreich attackiert Alfadas das Heer, doch auch Hunderte von toten Trollen können das Unheil nicht aufhalten.
Ein von der Troll-Schamanin Skangar herbei beschworenes Ungeheuer (an das sich der Zuhörer noch aus Folge 1 erinnert) dringt in die Feste ein und sorgt für Unfrieden zwischen den eher verfeindeten Fraktionen der Elfen, Menschen und Kentauren, und schließlich dringen die Trolle sogar über einen magischen Weg bis ins Allerheiligste des Berges vor.

Auch diesmal plagt mich wieder das bizarre Gefühl, nur Ausschnitte eines umfassenderen Gesamtwerks zu hören. So bleibt die Funktion des mordlüsternen Ungeheuers eher eine unwichtige Nebenhandlung, die am Ende keine wirkliche Bedeutung zu haben scheint. Konflikte zwischen den handelnden Personen werden zwar angedeutet und möglicherweise auch ausgespielt, eine wirkliche Entwicklung von den ersten Unwillensbekundungen bis zum Ausbruch der "Feindseligkeiten" findet jedoch im Rahmen des Hörspiels nicht statt. Außerdem fragt man sich doch unwillkürlich, warum eine laut Drehbuch an Zehntausenden zählende Trollarmee eine kleine Truppe von einigen Hundert Menschen und Elfen nicht einfach überrennt. Fehlen hier einfach entscheidende Informationen der Buchvorlage, oder wurde das Drehbuch einfach ungeschickt verfasst, so dass man auf falsche Gedanken kommt?
Wenn man die vorhandene Handlung aber unbelastet von solchen Bedenken betrachtet, so wird die Geschichte absolut professionell dargeboten. Kämpfe und Schlachten werden nicht nur als akustisches Gemälde dargestellt, sondern durchaus auch so beschrieben, dass man zweifelsfrei versteht, was gemeint ist (was in den ersten beiden Teilen durchaus nicht immer der Fall war).

Die Sprecher, die Musik, die Effekte, all dies braucht sich hinter der immer noch zahlreichen Konkurrenz nicht zu verstecken. Allerdings bleibe ich dabei, dass die bislang erzählten Handlungsstränge durchaus auch auf vier, wenn nicht gar fünf oder mehr CDs gestreckt werden könnte und sogar sollte.
Trotzdem bin ich jetzt schon gespannt, wie es weitergeht nach dem doch recht endgültigen Abschluss dieser Folge. Ohne allzu viel zu verraten, dürfte es schwer werden, einfach so weiter zu machen.




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