Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Auditorium » Hörspiele » Dorian Hunter - Die Teufelsinsel

Dorian Hunter - Die Teufelsinsel
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 14.11.2011, Serie: Auditorium, Autor(en): , Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2011, Preis: 7,99 Eur


Dorian Hunter: Dämonenkiller, ist ein echter Klassiker des Horrorgenres. In den siebziger Jahren erschien die gleichnamige Heftromanreihe, die dann ab 1984 in fünf Hörspielen wieder auflebte. Danach kam lange gar nichts. Inzwischen hat sich ein neues Team der alten Geschichten angenommen und weckt damit Erinnerungen an die glorreichen Hörspielzeiten in den achtziger Jahren um die Horrorserien Makabros, Larry Brent und natürlich John Sinclair. Die Hauptfigur, Dorian Hunter, entdeckt in der Hörspielreihe klassisch sich, seine Vergangenheit und seine Fähigkeiten erst von Folge zu Folge. Er ist einer der neun Söhne des Teufels und als solcher aus der Art geschlagen, denn er bekämpft die "Schwarze Familie".

Mit Die Teufelsinsel geht die Serie Dorian Hunter - Dämonenkiller inhaltlich auf die erste Zielgerade. Hunter hat im vorangegangenen Teil seinen letzten dämonischen Bruder zur Strecke gebracht und nimmt jetzt Kurs auf das Oberhaupt der schwarzen Familie. Asmodi, der - wie seit Teil 12 bekannt - nicht mehr dieselbe Person ist wie der, mit dem Hunter als Baron Nicolas de Conde vor langen Jahren zu tun hatte, hält sich auf einer kleinen Insel im Mittelmeeer vor Sizilien auf. Er hat sein Rückzugsgebiet mit allerlei Fallen gesichert und er hat Helfer.
Zu diesen gehört zum Beispiel die schwarze Schönheit Valiora, die Menschen mit ihrer Nacktheit und sirenenhaften Gesängen auf die Insel lockt, um sie zu verfüttern. Sie steht unter einem Fluch, den Hunter schließlich von ihr nimmt und so einen entscheidenden Schritt näher an Asmodi heranrückt. Valiora hat nämlich ein wichtiges Artefakt und die Zuneigung des neuen Asmodi.
Aber auch Hunter bekommt Unterstützung von einem sizilianischen Mafiaboss, der seine Geschäfte durch die Vorgänge rund um die Insel Asmodis in Gefahr sieht.

Die Teufelsinsel ist im Vergleich zum letzten Teil der Serie nicht mehr so temporeich. Das kompensiert Folgenreich aber durch eine geschickte Montagetechnik. Neben den aus älteren Teilen bekannten Rückblenden in die tiefere Vergangenheit, bei denen man auch erfährt, wer der neue Asmodi wirklich ist, gibt es noch eine zweite Rückblendenebene. Der Journalist Armand Melville (Oliver Kalkofe) hat Hunter begleitet und seine Kamera laufen lassen. Diese Aufzeichnungen zeigt der Franzose im Rahmen seines Verhörs dem Secret Service, der noch immer den Verbleib des Dämonenkillers klären will.
Auf diese Art bewegt sich der Hörer in drei Zeitebenen, eine echte Anforderung, bei der man sich schnell in den Zeiten verlieren kann. Ein Grund mehr übrigens, dieses gute Hörspiel noch ein paarmal öfter zu hören. Die lange Laufzeit von rund 80 Minuten bemerkt man dabei kaum.
Das Hörspiel stoppt mit dem Ende von Melvilles Aufzeichnungen, die mit ihren tontechnischen Defiziten glaubhaft umgesetzt wurden. Ein klassischer Cliffhanger: Wie wird der Kampf ausgehen? Welche Rolle spielt Valiora nach ihrer Erlösung? Und wird der Richter, das stumpfe Monster, das Hunter schon seit einiger Zeit jagt, erfolgreich sein? Welche Rolle spielt der Secret Service noch? Wie sieht es mit weiteren Fallen aus?
Über die grafische Gestaltung von CD und Cover, die brilliante Technik, die Musik und natürlich die erstklassigen Sprecher muss man ja inzwischen kein Wort mehr verlieren.

Fazit:Die Teufelsinsel macht nicht nur durch ihr offenes Ende Lust auf die Fortsetzung. Es ist auch insgesamt ein durchweg gelungenes Hörspiel, dass die Spannung bis zum Ende hält. Der Hörspielungeübte sollte Folgenreich's neuestes Werk aber besser mehrfach hören, um keine Feinheiten misszuverstehen.




LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.