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Star Trek - Deep Space Nine - Mission Gamma 3 - Kathedrale
Von Lars-Hendrik Schilling

Rezension erschienen: 19.07.2011, Serie: Belletristik, Autor(en): Michael A. Martin, Andy Mangels, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 377, Erschienen: 2011, Preis: 12,80 Euro


Nach Jahren der legendärer Folgen wird die Kultserie Star Trek - Deep Space Nine seit einigen Jahren in Buchform fortgeführt, die nun vom Cross Cult Verlag nach und nach ins Deutsche übertragen werden. Mit Mission Gamma 3 - Kathedrale ist nun der siebte Teil dieser Buchreihe erschienen.

Einen Roman zu rezensieren, ist nie leicht, weil man den Inhalt besprechen, jedoch nicht komplett verraten sollte. In diesem Falle hilft es, dass der Klappentext leider bereits viel vom Geschehen im Roman verrät. So können viele Themen des Werkes hier beschrieben werden:
Während im Alphaquadranten das Ränkespiel um die Beziehungen zwischen Cardassia und Bajor weitergeht und der Föderationsbeitritt Bajors näher rückt, erkundet die Defiant weiter den Gammaquadranten.
Hier entdeckt sie ein rätselhaftes Objekt (die namensgebende Kathedrale), dessen Nähe drei Mannschaftsmitglieder schrittweise in eine frühere Form ihres Lebens zurück versetzt. Dazu gehört auch, dass Julian Bashirs genetische Aufwertung nach und nach verschwindet und sein Geist langsam aber sicher immer weiter abbaut, was es durch eine mutige Mission in das Innere des Konstruktes aufzuhalten und umzukehren gilt. Wäre dies nicht bereits gefährlich genug, funken noch zwei außerirdische Rassen mit widerstreitenden Motiven mit und der Besatzung der Defiant läuft die Zeit davon. Wenn sie nicht schnell genug handelt, wird sie die drei betroffenen Mannschaftsmitglieder dauerhaft verlieren.

Neben der damit zu erwartenden und auch wirkungsvoll umgesetzten Spannung, hat der Roman noch Weiters zu bieten. Die Autoren nutzen das erzählerische Mittel der langsamen Verwandlung, um die innere Einstellung der drei Figuren zu reflektieren und zu wandeln. Sie kommen dabei natürlich nicht an einen Kafka heran, aber die Umsetzung ist dennoch gelungen und der leichten Unterhaltung angemessen. Das Interessante ist für den Leser dabei unter anderem, wie sich die Buchreihe zu Star Trek - Deep Space Nine vom Standpunkt der Originalserie entfernt. Bashir ist nämlich alles andere als glücklich, seine gentechnologisch erworbenen Vorteile zu verlieren. Der Transhumanismus, der in der Serie noch abgelehnt wurde und im dritten Teil der Buchstaffel bereits neutral geschildert wurde, wird im siebsten Buch zumindest von einer der Figuren als etwas Bereicherndes erkannt, das ihn nicht im mindestens unmenschlich macht. Das ist zwar weit davon weg, alles in dieser Richtung gutzuheißen, grenzt sich aber auch von pauschaler Ablehnung deutlich an. Hier erneuert sich die Serie ein weiteres Mal, um aktuellen Entwicklungen Rechnung zu tragen. Ein Prozess, dem sich keine längerfristig laufende Serie widersetzen kann.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und gut übersetzt, was den ganzen Roman zu einer sehr kurzweiligen Lektüre macht.

Fazit: Nicht nur ein spannendes Buch, das jeden Star Trek-Fan erfreuen wird, sondern auch ein interessantes Bindeglied, das die Frage aufwirft, in welche Richtung die Serie nun weitergehen wird.




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