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B.U.A.P. 9 - Die schwarze Göttin
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 24.07.2011, Serie: Belletristik, Autor(en): Guy Davis, John Arcudi, Mike Mignola, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 151, Erschienen: 2011, Preis: 19,80 €


Die Schwarze Göttin führt die bereits im vorherigen Band begonnene Geschichte um die Entführung Liz’ und die weltumspannenden Ereignisse fort. München wurde von gigantischen krabbenartigen Kreaturen platt gemacht, eine alte Seele namens Gilfryd hält Liz Sherman gefangen und kein Geringerer als Lobster Johnson himself meldet sich zurück.

Nachdem die B.U.A.P. herausgefunden hat, wo sich der Lobster als letztes versteckt hielt, geht ein Team um Abe Sapiens, Johann Kraus und Devon der Sache auf den Grund, schließlich scheint der Superheld aus der Pulp-Ära die einzige Chance darauf zu sein um herauszufinden, wo man Liz gefangen hält.
Währenddessen erlebt der Leser in Rückblenden wie Lobster Johnson in dieser ganzen epischen Geschichte einzuordnen ist und wie der einstige Magier Gilfry zu der verdorbenen, dämonischen Figur werden konnte, die er heute zu sein scheint.
Diese Stränge werden allesamt in einem Nadelöhr zusammengeführt – im tiefsten Asien auf einem eisigen und menschenfeindlichen Hochebenen-Plateau, wo Mystizismus, antike Kultur, dämonischer Horror und die gute alte US Army aufeinander treffen.
Der Rest ist Wahnsinn: Zwei Schlachten werden über das Schicksal der Welt entscheiden. Die eine wird mit Worten und Gesten geschlagen, die andere mit purer Gewalt – beide getrennt durch eine gigantische Mauer.
Dabei weiß der Leser irgendwann nicht mehr, auf welcher Seite das vermeintlich Böse denn nun wirklich steht. Doch gleiches gilt auch für die B.U.A.P. selbst, deren ehernen Motivationen durch die Taten eines Mitglieds nun doch arg anzuzweifeln sind.
Das Ende kommt nur allzu schnell und bleibt offen, wie es von einem zweiten Teil einer Trilogie auch nicht anders zu erwarten war.

Zeichnerisch liefert Guy Davis wie immer Altbewährtes in hoher Qualität, was gerade für jene, die mit Mignolas kantigen Stil nicht anzufangen wissen, sicherlich eine schöne Abwechslung zur Hellboy Reihe bildet. Alle anderen haben sich längst an den etwas glätteren Stil gewöhnt.
Handwerklich muss man über Cross Cult eigentlich kein Wort verlieren und das ist in diesem Fall ein großes Kompliment, denn der Verlag steht für die beste Verarbeitung, die man bei deutschen Comics derzeit bekommen kann: saubere Bindung, feinstes Hardcover und astreiner Druck – das Buch ist jeden Cent wert.

Fazit: Die schwarze Göttin trägt die bittere Last eines mittleren Bandes. Natürlich wird ein wenig Licht ins Dunkel der Geschichte gebracht, aber ein Großteil der Geschichte ist Kampf – Kampf mit Worten, Kampf mit Waffen, Kampf mit Magie, Mittelerde lässt grüßen. Doch der Lobster lässt mein Herz dann wieder höher schlagen und verstärkt die Vorfreude auf Band 10, welcher diese epische Geschichte dann zu einem Ende bringen soll. Wir dürfen gespannt sein.




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