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Fringe - Der Anfang
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 29.11.2011, Serie: Belletristik, Autor(en): Zack Whedon u.a., Verlag: Panini Verlags GmbH, Seiten: 148, Erschienen: 2011, Preis: 16,95 EUR


Amerikanische Fernsehserien und Filme bei denen J. J. Abrams mitwirkt, sind international erfolgreich. An erster Stelle ist dabei natürlich "Lost" zu nennen, aber auch "Alias – Die Agentin" zählt dazu. Seine aktuellen Serien sind aber nicht minder erfolgreich und erinnern an seine Anfänge mit "Alias", denn in beiden aktuellen Serien spielen Regierungen und Agenten eine große Rolle. Die Rede ist von "Person of Interest" und natürlich "Fringe – Die Grenzfälle des FBI". Erstere ist bisher nur in Amerika zu sehen, letztere in Deutschland äußerst erfolgreich.

Der Erfolg im Fernsehen sorgte schließlich dafür, dass "Fringe" auch andere Medien für sich entdeckte, um die Geschichte weiterzuspinnen. Es ist kein Wunder, dass das Medium Comic für "Fringe" entdeckt wurde, schließlich kann das Comic wie kein anderes Medium neben Film und Fernsehen bildgewaltig - Bilder sind bei "Fringe" wichtig - eine Geschichte erzählen. Das erste Comic zur Fernsehserie ist jetzt bei Panini Comics erschienen und erzählt Geschichten aus der Anfangszeit der Forschungen von Walter Bishop und William Bell. Passend der Titel dazu "Fringe – Der Anfang".

J. J. Abrams, Alex Kurtzman und Roberto Orci, die schlauen Köpfe hinter "Fringe" haben sich, um dieses unverzichtbare Hintergrundwissen zu schaffen, namhafte Autoren ausgesucht, um die Geschichten des Anfangs zu schreiben. Als Zeichner konnten Tom Mandrake und Simon Coleby gewonnen werden. Mandrake arbeitete schon für fast alle Firmen, die im Comicsektor tätig sind, darunter auch DC und Marvel. Coleby arbeitete bisher primär für das britische Comicmagazin 2000 AD, hat aber sich auch schon bei Marvel eingebracht. Beide Künstler schaffen es die Gefühle, welche die Fernsehserie weckt, in Comicform umzusetzen und dabei gleichzeitig dem Comic noch eine eigene Note mit auf den Weg zu geben.

Insgesamt 11 Geschichten werden erzählt. Die ersten sechs Geschichten befassen sich mit Bishop und Bell. Sie erzählen von ihren ersten Gemeinsamen Forschungen, ihren ersten Aufträgen für die Regierung, von Zeitreisen ins Nazideutschland der 40er Jahre, wo Bishops Vater eine große Rolle spielt, und führen schließlich an den Anfang der ersten Staffel der Fernsehserie. Die fünf letzten Geschichten könnte man durchaus auch als Fälle einer Fringe-Division bezeichnen: Körpertausch zwischen unterschiedlichen Menschen, Zeitreisen, in denen eine Person sich selbst von etwas abhalten will, ein Kind, das einen Virus in sich trägt und deshalb zum Testobjekt der Regierung wird, Doping in der Raumfahrt und die Vervielfältigung von Lebewesen, alles Geschichten, die man bei "Fringe" erwartet und die deshalb passend gewählt wurden, um das Comicbuch abzurunden.

Die Geschichten sind nicht nur spannend sondern auch informativ. Spannend deswegen, weil die sie Überraschungen beinhalten und Wendungen nehmen, die man so nicht erwartet, und man gleichzeitig mit den Protagonisten mitfiebert. Informativ sind sie, weil sie viele Fragen, die man zum Anfang der Forschungen von Bell und Bishop hat, beantworten und darüber hinaus weitere nützliche Informationen geben. Dass die Bilder ihr übriges dazu beitragen, wurde weiter oben ja bereits geschrieben.
Etwas Spezielles gibt es dann aber noch für die Fans. Es gibt die lang ersehnten Hinweise über die Glyphen, die in jeder Folge der Serien zu sehen sind und wo man mehr über dieser erfahren kann. Man sieht deutlich, dass an die Fans gedacht wird. Für genau diese Fans ist auch das Comic gemacht.

Fazit: "Fringe – Der Anfang" ist die Vorgeschichte der Fernsehserie und darf deswegen in keiner Sammlung fehlen. Viele Fragen zu Bishop und Bell werden beantwortet, aber auch neue Geschichten erzählt. Informativ, spannend und vor allen Dingen wirklich gut gezeichnet und koloriert, das alles bietet das Comicbuch und kann deswegen absolut empfohlen werden.




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