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Star Trek - Enterprise - Das höchste Maß an Hingabe
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 14.04.2012, Serie: Belletristik, Autor(en): Andy Mangels, Michael A. Martin, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 332, Erschienen: 2011, Preis: 12,80 €


Fernsehserien gibt es viele, besonders SciFi Fernsehserien, aber wenige dieser Serien schaffen es neben der eigentlichen Serie und dem einen oder anderen Spinoff auch noch Filme, Computerspiele, Comics und Romane herauszubringen. Gene Roddenberrys Star Trek ist eine Fernsehserie, die genau das geschafft hat und dabei einige hundert Jahre der Geschichte dieser erfundenen Welt erzählt. Der Name eines Raumschiffes sticht dabei immer wieder hervor und ist quasi das Markenzeichen des Star Trek Universums, die Enterprise. Den Anfang machte Captain Kirk bis die neue Generation mit Captain Picard kam. Danach gab es einige andere Raumschiffe und eine Raumstation, bis die erste Enterprise mit Captain Archer in den Blickpunkt genommen wurde.

Genau zu Captains Archers Enterprise ist jetzt bei Cross Cult der erste Roman einer ganzen Reihe dieser Zeitlinien erschienen. "Das höchste Maß an Hingabe", aus der Feder Michael A. Martins und Andy Mangels', erzählt dabei keine von der Fernsehserie losgelöste Geschichte sondern springt mitten zwischen einige Folgen der Serie und berichtet über das, was als Episode keine Chance bekam.

Wir sind im Jahr 2153 und die Erde musste gerade einen Schlag unvergleichlichen Ausmaßes hinnehmen. Die Xindi töteten mithilfe eines Partikelstrahls 7 Millionen Menschen, unter anderem auch die Schwester des Chefingenieurs der Enterprise, Charles 'Trip' Tucker. Die Enterprise, um einige kampferprobte Soldaten, Mitglieder der Military Assault Command Operations, kurz MACO, vergrößert, verfolgte die Spuren, die die Xindi hinterließen und entdeckten, dass die Xindi dabei sind, eine noch größere Waffe zu bauen. Die neue Crew geht einigen Hinweisen nach und muss sich dabei nicht nur mit fremden Spezies und Verrätern sondern auch mit der ungewöhnlichen Konstellation an Bord herumschlagen, denn Crew und MACOs sind alles andere als die besten Freunde.

Soviel zur Ausgangssituation. Jetzt zum Inhalt des Buches. Etwas mehr als 100 Jahre nach dem Angriff der Xindi begleiten wir einen unbekannten Mann zum Ehrenmal des Xindi-Konflikts, mit dem der vielen Opfer gedacht wird. Voller Trauer erinnert sich die Person an die Erlebnisse und nimmt uns anschließend mit auf eine Reise durch seine Erinnerung. Im September des Jahres 2153 geht die Enterprise mehreren Spuren nach, einmal einer Spur auf einem Handelsplaneten, auf dem sie Geschäftspartner der Xindi vermuten, und einmal einer Xindi-Isotop Wolke, in der sie die Xindi oder zumindest einen Außenposten vermuten. Die Reise auf den Planeten unternimmt Captain Archer mit einigen Crewmitgliedern und einigen MACOs in einer Fähre selbst und macht dabei klar, zu was er bereit ist, um die Millionen Toten zu rächen.
Während die Enterprise unter dem Kommando der Vulkanierin T'Pols zurückbleibt, erscheint zweiten Spur in Form eines Xindiantriebs, die in die Isotop-Wolke führt. Als Pilot wird Ensign Travis Mayweather ausgewählt und als seine Begleiter einige MACOs. An Bord der kleinen Fähre spürt man den Konflikt zwischen den MACOs und der Crew am deutlichsten und genau deshalb kommt es dort auch zu den stärksten Auseinandersetzungen, bis ein gemeinsames Ziel endlich für so etwas wie einen Waffenstillstand sorgt. Beide Fähren mit den gemischten Crews müssen sich gemeinsam bewähren und Fallen entkommen, um am Leben zu bleiben, die Spur nicht zu verlieren und den Rachefeldzug erfolgreich zu Ende führen zu können. Zu guter Letzt wird dann auch noch das Geheimnis um den Mann vom Anfang der Geschichte gelüftet und man bleibt mit vielen Fragen zurück.

Der Einstieg fällt den Kennern der Fernsehserie nicht schwer, tauschen doch keine unbekannten Protagonisten auf und dementsprechend schnell kommt man in die Handlung rein. Zwei gleichzeitig ablaufende Erzählstränge, die beide beinahe zur selben Zeit zum Höhepunkt kommen und in denen die Protagonisten ihre Stärken und Schwäche offenbaren, sollten eigentlich für Spannung sorgen, leider bewirkt das genau das Gegenteil. Wechselt der Schauplatz, muss Spannung wieder neu aufgebaut werden, ein kontraproduktiver Aufbau des Buches. Leider sind die beiden Handlungsstränge auch nicht wirklich unvorhersehbar und selbst die Elemente, die Spannung bewirken sollen, sind so durchschaubar, dass man sich fragt, wieso diese Stellen eingebaut wurden.
Positiv zu erwähnen sind die nachvollziehbaren Entwicklungen der Protagonisten und deren Umsetzung aus der Fernsehserie in Buchform. Leider kann dieser Aspekt die etwas lahme Geschichte auch nicht verbessern und so kann man nur hoffen, dass Band 2 der Reihe etwas spannender wird beziehungsweise der Aufbau des Buches die Spannung nicht zerstört sondern oben hält.

Fazit: Star Trek - Enterprise "Das höchste Maß an Hingabe" knüpft mehr oder weniger gelungen an die Vorlage der Fernsehserie an und füllt Lücken zur Jagd auf die Xindi und in der Entwicklung der Protagonisten, insbesondere den Konflikten zwischen der Crew und den MACOs an Bord der Enterprise. Leider verhindert der Aufbau des Buches einen dauerhaften Spannungsbogen und die Geschichte selbst ist sehr vorhersehbar.




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