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Der Lustmolch
Von André Wiesler

Rezension erschienen: 02.05.2011, Serie: Auditorium, Autor(en): Christopher Moore, Verlag: Audible GmbH, Seiten: 11 Stunden, 22 Minuten, Erschienen: 2011, Preis: 20,95€ (9,95€ im Abo)


Besprochen wird die exklusiv bei Audible erhältliche ungekürzte Fassung.

Die Kleinstadt Pine Cove ist eigentlich eine ganz normale amerikanische Kleinstadt an der Küste. Doch dann kommt es zu schicksalshaften Verstrickungen. Die einzige Psychotherapeutin setzt aus Gewissensbissen über den Tod einer Patientin ihre anderen Patienten auf Entzug, was zu zahlreichen Entgleisungen führt. Ein neuer Bluessänger kommt in die Stadt und sorgt zunehmend für trübe Stimmung. Und dann ist da noch die Kleinigkeit des Seeungeheuers, das die Stadt heimsucht …

Wie Christopher Moore schon mehrfach beweisen hat, ist er ein Meister des skurrilen, frivolen und stellenweise sehr schwarzen Humors und da macht auch Der Lustmolch keine Ausnahme, auch denn der deutsche Titel ein bisschen unglücklich gewählt ist. Moore lässt wieder ein Pantheon wunderbarer und liebenswerter Figuren auf den Leser los, sei es der dauerbekiffte Gesetzeshüter, die geldgeile Psychotherapeutin, die halbmechanische Barkeeperin oder das verrückte, ehemalige Starlet mit dem Lederbikini und dem Breitschwert. Sie alle wachsen einem ans Herz und man fiebert mit. Nicht zu vergessen das Seeungeheuer, aus dessen Sicht auch diverse Teile des Buches sehr amüsant beschrieben sind.

Der eigentliche Spannungsbogen der Geschichte ist nicht so raffiniert wie z.B. bei Ein todsicherer Job, dabei aber ähnlich unterhaltsam und auch wenn einige Entwicklungen absehbar sind, weiß Moore eine schöne Geschichte zu erzählen. Die deutsche Übersetzung transportiert den Stil des Autors sehr gut und erhält den trockenen Humor. Großes Lob dafür an Christoph Hahn.

Mit Simon Jäger wurde zudem erneut ein hervorragender Sprecher verpflichtet, der den Figuren eine eigene Audio-Identität verpasst und angenehm zu hören ist.

Fazit: Ein weiterer toller Moore: lustig, mitreißend, intelligent, frivol, skurril und von allem das richtige Maß; dazu ein sehr guter Sprecher. Wen das fantastische Element (diesmal in Form des Seeungeheuers) nicht abschreckt, sollte hier zugreifen.




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