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Pocket Battles - Altertum #1 - Kelten vs Römer
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 23.07.2011, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Paolo Mori, Francesco Sirocchi, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2011, Preis: 14,95 €


Die Idee, die hinter Pocket Battles steckt, ist ambitioniert: Tabletops sollen auf unkonventionelle Art und Weise kostengünstig umgesetzt werden und dazu auch noch in die Hosentasche passen. Letzter Punkt, soviel kann hier schon einmal verraten werden, wurde bei Hosengröße 54 durchaus erfüllt.

Öffnet man die kleine Box, sieht man erst einmal eine Menge kleiner Plättchen in rot und blau: die Truppen. Außerdem gibt es an Spielmaterial noch diverse runde, beidseitig bedruckte Marker und sechs Würfel.

Das Spielprinzip ist im Grunde ganz einfach: Wie bei einem "echten" Tabletop sucht sich jeder Spieler eine Seite aus und es wird bestimmt, welche Punktestärke die jeweiligen Armeen haben sollen. Dann nimmt man sich seine Plättchen mit den Truppen und baut sich seine Armee zusammen. Mehrere Truppen können zu Einheiten gruppiert werden. Diese setzt man dann auf das Spielfeld.
Das Spielfeld unterteilt sich in jeweils eine rechte, mittlere und linke Front, sowie einen rechten, mittleren und linken Rückraum pro Spieler. Zwischen diesen Bereichen liegt die Gefechtszone. Wenn alle Einheiten liegen, kann es losgehen.

Je nach Armeegröße hat jeder Spieler eine Anzahl runder Plättchen, die sowohl Wund- als auch Befehlsmarker sind (Vorder- und Rückseite). Um mit einer Einheit agieren zu können, muss man in den meisten Fällen einen Befehl geben und den jeweiligen Marker auf den Plättchen platzieren. Einen Befehl erteilen heißt in den meisten Fällen Angriff.

Bei einem Angriff setzt man eine Einheit aus dem Frontbereich in die Gefechtszone, dann kann sich der Gegner durch Abfangen oder einen Beschuss wehren. Das heißt: entweder schickt er eine eigenen Einheit mit in die Gefechtszone, oder er lässt die Schützen ran.
Zum Kämpfen wirft der Angreifer zwei Würfel und vergleicht das Ergebnis mit den aufgedruckten Augen auf den Truppenplättchen. Jede Übereinstimmung ist eine Wunde. Der Gegner entfernt dann entweder eine Truppe, oder er kann stabileren Einheiten Wunden geben. Jede Wundmarke ist aber auch gleichzeitig eine Befehlsmarke auf der Rückseite, welche dann in der nächsten Runde fehlt.

Soviel zum grundsätzlichen Spielprinzip. Diverse Feinheiten bringen ein wenig mehr Komplexität ins Spiel. So zum Beispiel Sonderfähigkeiten diverser Truppen, die unter anderem diverse Würfelboni geben, oder mehrere Angriffe zulassen. Außerdem kann man statt einem Angriff zu Fuß auch nur auf den Gegner schießen oder einfach nur strategisch Truppen verschieben.

Handwerklich ist das Spiel für den kleinen Preis wirklich hübsch gestaltet. Die kleinen Bildchen der Truppen haben einen gewissen Charme, der an Kinder-Geschichtsbücher erinnert. Die Regeln sind sehr verständlich und ausreichend bebildert. Dazu gibt es Übersichtsheftchen für jeden Spieler.

Fazit: Das Spielprinzip ist simpel, lässt aber durchaus genügend strategischen Freiraum um sich nach Herzenslust auszutoben. So werden auch alteingesessene Tabletopler ihren Spaß haben. Somit lässt sich sagen: Das Soll ist erfüllt. Pocket Battles macht Spaß und mehrt die Vorfreude auf andere Zeitlinien. Teil 2 (Orcs gegen Elfen) ist bereits erschienen und da man die Spiele munter miteinander kombinieren kann, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ein echter Geheimtipp – nicht nur für Tabletopler sondern besonders auch für Gelegenheitsspieler.




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