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Cthuloide Welten 20
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 23.07.2011, Serie: Zeitschriften, Autor(en): Frank Heller u.a., Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: 130, Erschienen: 2011, Preis: 9,95 EUR


Cthuloide Welten Doppel-X im 10. Jahrgang und 25 Jahre Cthulhu in Deutschland – da liegt uns ja fast eine Jubiläumsausgabe vor. Aber auch nur fast, denn diese Ausgabe hebt sich von Umfang und Inhalt auf den ersten Blick erst einmal nicht von den üblichen Heften ab – muss sie aber auch nicht. Denn Fans wissen: Mit der CW kauft man Beständigkeit. Also schnell rein in den Inhalt.

Nach den üblichen Neuerscheinungen geht es gleich ran an den Speck. Drei Abenteuer erfreuen den Leser:
In "Wuchernder Wahn" erleben die Charaktere persönlichen Horror wie er persönlicher kaum sein kann. Ein mysteriöses Buch zieht sie in ihren Bann und beginnt alles zu verändern. Dieses Abenteuer könnte so manchen Charakter Kopfzerbrechen bereiten. So nah war cthulhoider Horror selten.
"Staub zu Staub" ist dahingehend gerade zu klassisch, stellt es doch eine Übersetzung eines Chaosium-Werks dar, mit starker Anlehnung an Lovecrafts "Charles Dexter Ward". Alte Liebe rostet nicht – auch nicht im Zerstäuber. Dabei lässt es sich hervorragend mit Pegasus’ Kingsport-Band kombinieren oder in eine in Neuengland spielende Kampagne einbinden.
Als Alternative zu den beiden Abenteuern in der klassischen Zeitperiode, kommt "Connected" für Cthulhu-Now daher. Es fängt die vom Spiel behandelten Thematiken der Neuzeit hervorragend ein. Überwachung ist das Stichwort und wie so oft fragt man sich "Who watches the watcher?" Technik, die begeistert!
Alle Abenteuer überzeugen durch einen klaren Aufbau und wundervollen, stimmigen Handouts. Wenn auch die Einstiege allesamt sehr gewöhnlich sind, die Ausarbeitungen sind es nicht. Somit bietet die CW mit satten 89 Seiten sehr gutes Spielmaterial, das man ohne Einschränkung empfehlen kann.

"Resolution Zero" greift die große "Berge des Wahnsinns"-Kampagne des Verlags auf und spinnt sie in der Neuzeit weiter. Wo sind die Berge heute, warum tauchen sie auf keiner Karte auf und wie rettet man die Thematik in Cthulhu Now? 12 Seiten geben Aufschluss.

Die klassische Recherche kommt bei Cthulhu am Spieltisch meist kaum über einen "Bibliotheksnutzung"-Wurf hinaus. Schade eigentlich, beweist uns doch der folgende Artikel, wie stimmungsvoll auch diese Arbeit sein kann. Auf 12 Seiten wird Spielern und Spielleitern ein ausführlicheres Befassen mit diesen Quellen uralten Wissens schmackhaft gemacht.

"Die Verabredung nach dem Tode" bringt eine Entdeckung Sir Hansen Poplans ins Spiel: Ein weiterer authentischer Text aus der Reihe "Geschichten aus dem Mittelalter", der zu Abenteuerideen anregen soll, dabei aber auf drei Seiten recht knapp ausfällt.

"Cthulhu-Interviews" sind eigentlich immer etwas Besonderes. Diesmal lesen wir über Thomas Weghofer und seinen Unterstützern, die ihre Arbeit am Pflichtblogs "Cthulhu.de" ins rechte Licht rücken. Diese Blicke hinter die deutsche Szene wissen eigentlich immer zu gefallen.

Den Abschluss bilden wie immer "Spielend leiten – Spieler leiten" mit einer alternativen Art und Weise Spielrunden zu gestalten und der amüsante Leckerbissen von Francois Launet.

Fazit: X never marks the spot – zwei X aber schon! Die Cthuloide Welten 20 beweist mal wieder Konstanz in Sachen Qualität – in Optik und Inhalt. Alle drei Abenteuer konnten mich überzeugen und werden sicher den Weg in die ein oder andere Runde finden. Und auch die Hintergrundartikel, dabei besonders das Interview, wissen zu gefallen. Hut ab Herr Heller, da wird noch mal richtig aufgetrumpft – ein Muss für jeden Fan!




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