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Don Quixote
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 03.12.2011, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Reinhard Staupe, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2011, Preis: 24,95 EUR


Don Quixote ist ein Mix zwischen Legespielen wie dem prämierten Carcasonne und Bingo. Die Spieler bekommen jeweils eine Tafel mit 24 Feldern (nummeriert von A1, A2, A3 bis H1, H2, H3) und dazu einen Satz aus 24 Plättchen, die Wege - teilweise mit Ritter, Windmühlen, Kirchen, etc. - zeigen. Danach werden 24 Positionskarten, die alle Feldernummern der Tafeln abdecken, gemischt und die ersten zwei gezogen. Sie bestimmen die ersten beiden Felder auf der Tafel, die mit jeweils einer Burg belegt werden.
Der Rest des Spiels ist in drei Runden gegliedert, in denen jeweils zuerst neun, dann sieben und zuletzt fünf plus ein letztes (das auch zuletzt gelegt werden muss) Plättchen gelegt werden. Wohin auf die Tafeln sie kommen, bestimmt jeweils eine neu gezogene Positionskarte. Die Spieler dürfen die Plättchen dabei auch um 180 Grad drehen, wenn damit ein Vorteil für sie entsteht.
In jeder Runde findet zudem eine Punktewertung statt . Am Ende gewinnt natürlich der Spieler mit den meisten Punkten. Letztere bekommt man für zusammenhängende Wegenetze, an denen z.B. eine Burg mit einem oder mehreren Rittern über Wege verbunden ist oder Kirchen mit anderen Kirchen, Windmühlen mit anderen Windmühlen, usw.

Gespielt werden kann Don Quixote mit bis zu vier Spielern oder auch ganz alleine. Für das Solitärspiel gibt es Punktrichtwerte, die als sehr gut bis fantastisch eingestuft werden, damit man einen Maßstab hat.

Die Bedienungsanleitung fällt knapp aber sehr anschaulich aus und erleichtert den schnellen Einstieg in ein ebenso schnelles Spiel (20-30 Minuten pro Partie), das Taktikelemente mit viel Glück mischt.

Nicht richtig klar wird der Bezug zum Titel. Don Quixote, der Ritter von der traurigen Gestalt, reitet auf dem Boxcover neben seinem Gefährten, dem Bauern Sancho Pansa. Im Spiel selbst erinnert außer den Windmühlen, die aber nicht mit Lanzen attackiert werden, nichts an den spanischen Klassiker. Der Held selbst taucht nur virtuell auf und Pansa oder Dulcinea werden lediglich in den Anleitung als Erweiterungen angekündigt, die bisher aber nicht erschienen sind.

Fazit: Was bleibt, ist ein kurzweiliges Spiel, das schnell erlernbar ist, bei dem aber die ansehnliche Gestaltung nur wenige Bezüge zum Spielinhalt hat. Zum Verlagspreis erscheint das etwas teuer. Don Quixote ist inzwischen über den Versandhandel aber auch für rund zehn Euro weniger zu haben und damit eine Empfehlung wert.




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