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Star Trek - Deep Space Nine - Dieser Graue Geist
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 10.06.2013, Serie: Belletristik, Autor(en): Heather Jarman, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 508, Erschienen: 2011, Preis: 14,00 EUR


Star Trek ist eine der erfolgreichsten Sciencefiction-Serien aller Zeiten. Das liegt zum einen an den sehr erfolgreichen Filmen und an den Romanen, aber vor allen Dingen natürlich an den vielen Serien, Raumschiff Enterprise und Spin-Offs, die im Star Trek-Universum spielen. Universum ist dabei ein wichtiges Wort, denn die meisten Serien behandeln das Reisen durch das Universum und das Treffen auf fremde Lebensformen und das Erkunden merkwürdiger Planeten. Etwas außerhalb dieses Rahmens ist die Serie Deep Space Nine, bei der kein Raumschiff sondern eine fest installierte Raumstation über dem Platen Bajor und neben einem Wurmloch die Hauptrolle spielt.

Die Fernsehserie ist zwar seit Jahren eingestellt, aber Autoren schreiben die Geschichten, die im Fernsehen ihren Anfang nahmen, fort. Die Reihe "Mission Gamma" setzt an die letzte Staffel der Serie an und macht aus der Serie eine Mischung aus Stationsserie (Politik auf Deep Space Nine) und Missionsserie (das Verfolgen der Abenteuer der Crew der Defiant auf ihrem Weg durch das All). Der zweite Roman der Reihe von Heather Jarman trägt den Titel "Dieser Graue Geist" und ist 2011 bei Cross Cult erschienen.

Auf der Station geht alles seinen gewohnten Gang, Kira Nerys leitet die Mission, wie sie es von Ben Sisko gelernt hat, Quark verkauft Speisen und Getränke zu überteuerten Preisen und die Sicherheitscrew kann sich seit langem mal wieder entspannen. Natürlich hält der letzte Zustand nicht lange an, denn ein cardassianisches Raumschiff legt an der Station an, um diplomatische Gespräche mit den Bajoranern zu führen.
An Bord des Schiffes ist die cardassianische Botschafterin und Gul Macet, der das Ebenbild Gul Ducats ist, jenem Cardassianer, der für so viel Grauen und Tod auf Bajor verantwortlich war. Misstrauen und vor allen Dingen einige uneinsichtige Bajoraner, machen der Crew der Raumstation das Leben schwer und bringen nicht nur die Cardassianer in Lebensgefahr. Für Kira bedeutet das, dass sie einmal mehr in die Politik eingreifen und sie sich wieder einmal auf die Seite der einstigen Feinde stellen muss, um Schlimmeres zu verhindern.
Gleichzeitig gibt es aber auch unter der Crew der Station Grund zur Vorsicht. Thriss, das jüngste Familienmitglied der Andorianerfamilie von Ratsmitglied zh`Thane sehnt sich sehr nach Shar, dem Wissenschaftsoffizier. Sie hat sich selbst deshalb nicht mehr im Griff und bringt sich, ihre Familie und auch Fremde in Gefahr.
Auf der Defiant, wo Shar über seine Familie nachdenkt, scheint alles in bester Ordnung zu sein. Doch auch das täuscht, denn kaum hat man einen neuen Sektor erreicht, stolpert die Defiant in die Falle einer fremden Macht und verliert Energie. Nur durch die Hilfe der Yrythny, konnte das Schlimmste verhindert werden. Doch das ist erst der Anfang, denn die Yrythny brauchen die Hilfe der Defiant Crew, insbesondere die von Ezry Dax und Shar. Während die beiden auf dem Heimatplaneten der Yrythny zwischen zwei Gruppen zu vermitteln versuchen, muss der Rest der Crew dringend benötigtes Material zur Reparatur besorgen und sich dabei mit Schmugglern und Verrat herumärgern.

Somit gibt es viel Action und Ränkeschmiede ohne jedoch den Blick auf die Besonderheiten der Figuren, ihrer Geschichte und ihrer Rasse zu vergessen. Bajors vergangene Feindschaft mit Cardassia wird auf eine harte Probe gestellt, die Andorianer und ihre Familienverhältnisse werden vorgestellt und erklären nicht nur einige sondern fast alle Probleme, die damit einhergehen, und auch das persönliche Leben der Crew der Defiant und der Station wird vertieft. Liebe, Hass und Tragik wo das Auge hinblickt. Kurzum, tolle runde Figuren. Das alles gut verpackt in einer Geschichte voller Spannung, Action und Intrigen, in der nicht immer klar ist, wer Freund und wer Feind ist. Bei solchen Büchern braucht man keine Fernsehserie und keine Filme um die Welten von Star Trek am Leben zu halten.

Fazit: Dieser Graue Geist als zweiter Band der "Mission Gamma"-Reihe für Star Trek - Deep Space Nine ist ein absolut gelungenes Buch, das neben viel Action auch jede Menge Gefühle transportiert. Vom Hass der Bajoraner auf die Cardassianer und in der Gesellschaft der neu gefundenen Yrythny bis hin zu den zwischenmenschlichen Beziehungen der Stations-Mitgliedern und der Crew der Defiant; einer der besten Romane, der in Gene Roddenberrys Universum spielt.




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