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Dorian Hunter 13 - Wolfshochzeit
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 15.05.2011, Serie: Dorian Hunter, Autor(en): Marco Göllner, Neal Davenport, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2011, Preis: 8,99 EUR


Dorian Hunter, der Dämonenkiller, ist ein echter Klassiker des Horrorgenres. In den siebziger Jahren erschien die gleichnamige Heftromanreihe, die dann ab 1984 in fünf Hörspielen wieder auflebte. Danach kam lange gar nichts. Inzwischen hat sich ein neues Team der alten Geschichten angenommen und weckt damit Erinnerungen an die glorreichen Hörspielzeiten in den achtziger Jahren um die Horrorserien Makabros, Larry Brent und natürlich John Sinclair.

Der Teil 13 Wolfshochzeit macht der Symbolzahl durchaus Ehre, trägt er doch recht dick auf und erreicht auf der nach oben offenen Ekelskala neue Höchstwerte innerhalb der Serie. Man wundert sich angesichts der ausgesprochen pervers sexualisierten Eingangsszene über die zahme Altersfreigabe ab 16.
Inhaltlich haben Dorian Hunters Alleingänge beim Secret Service zunehmend für Unmut gesorgt. Nach seiner Rückkehr aus Wien wird er noch am Flughafen von vermeintlichen Mitarbeitern der Inquisitionsabteilung in Gewahrsam genommen und in ein leer stehendes Haus verfrachtet, wo er von Fremden überrumpelt und betäubt wird. Als er kurz darauf ohne Erinnerung inmitten einer Blutlache und zwischen verstümmelten Leichen erwacht, zeigt es sich als gar nicht vorteilhaft, dass der Secret Service gerade mit echten Mitarbeitern vor Ort eintrifft, die auch noch behaupten, Hunter selbst hätte sie verständigt und von der Beseitigung eines Dämonennestes gesprochen.
Nur mit Mühe und Waghalsigkeit, gelingt es Hunter, Stück für Stück hinter die Geheimnisse zu kommen, in die sein Bruder Jörg Eglund und dessen Verlobte Jennifer Jennings verstrickt sind.

Insgesamt fällt Wolfshochzeit sehr brutal und blutig aus. Neben dem unglücklichen Fußvolk erwischt es auch drei (zumindest scheint es so) echte Charaktere. Die Lösung am Ende erscheint etwas simpel. Genau genommen verdankt Hunter seine weitere Existenz eher dem miesen Charakter der Mitglieder der dunklen Familie.
Technisch gibt es keinerlei Kritik. Das professionelle Sprecherensemble mit zahlreichen bekannten Synchronstimmen (z.B. Whoopi Goldberg) tut sein Übriges, um die professionelle Wirkung des Hörspiels eindrücklich zu unterstreichen.

Fazit: Die Folge 13 der Hörspielreihe Dämonenkiller reicht nicht an den Teil 12 heran, ist aber solide Hörspielkunst mit gutem Unterhaltungswert. Der angefügte Track mit der Vorausschau auf den Teil 14 macht zudem noch neugierig auf mehr.




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