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The Rocketeer
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 17.05.2011, Serie: Comics, Autor(en): Dave Stefens, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 160, Erschienen: 2010, Preis: 29,80 Euro


"Up, up and away!" – The Rocketeer

The Rocketeer zählt zweifelsohne zu den Klassikern der Comickultur. Nun hat Cross Cult das Gesamtwerk in einem DinA4-Hardcover-Vollfarbband herausgebracht.

Die Story ist schnell erzählt. In den 30er Jahren ist Cliff Secord ein waghalsiger und vor allen hitzköpfiger Kunstpilot. Als er durch Zufall an einen Raketenrucksack gerät, der eigentlich von den US Behörden unter Verschluss gehalten werden sollte, aber dann von deutschen Spionen entwendet wurde, beginnt seine abenteuerliche Verwandlung in einen Helden, der so eigentlich keiner ist.

Cliff erlebt, wie es sich für einen Anfängersuperhelden gehört, Höhen und Tiefen. Er kommt mit dem Raketenrucksack nicht zurecht und lässt ihn von seinem Freund und Mechaniker Peev modifizieren. Der allerdings ist alles andere als begeistert, bedeutet diese neue Technologie doch vor allem großen Ärger.
Einem Helden ganz unähnlich, will Cliff keinem anderen Menschen außer seinem direkt Umfeld und vor allem sich selbst helfen. Denn in dem ganzen Trubel droht er seine große Liebe Betty zu verlieren. Eine Frau mit Kurven, die sich durchaus mit Cliffs Raketenrucksack messen können.

Und damit sind wir auch schon beim Thema – Pulp und Pin-Up. Der Comic wurde zwar in den 80ern gezeichnet, spielt aber in den 30ern. Diese Zeit bestimmt sowohl Dialoge, die oftmals recht rau und grobschlächtig sind, als auch die grafische Umsetzung. So werden Knallgeräusche oder laute Schreie direkt in einer Kurve ins Panel gemalt. Und auch an Betty erkennt man deutlich diesen Stil, denn sie ist ein Pin-Up-Girl feinster Couleur.

Richtig rund wird der Band durch ein zweiseitiges Vorwort von Christian Langhagen, einen langen Hintergrundartikel über die Entstehung, Entwicklung und Adaptionen des Rocketeers, sowie den einfach atemberaubenden Großcovern der Einzelhefte, die man sich nur allzu gerne als Poster an die Wand hängen möchte.
Auch bei der Verarbeitung gibt es wie immer nichts zu meckern. Das Hardcover ist von hoher Qualität, die Bindung astrein, der Druck sauber. Auch bei der Übersetzung wurde der kantige Stil der 30er gut übernommen.

Fazit: The Rocketeer ist Pulp pur. Wer einen Superhelden im Stile Supermans erwartet, wird enttäuscht sein. Was uns hier fein kredenzt wird, ist ein eifersüchtiger Hitzkopf, eine Freundin mit heftigem Sex-Appeal und eine Storyline ohne Atempause. Was bleibt da noch zu sagen außer "Up, up and awaaaaay!"




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