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Angor - 2: Mansiouran
Von Philipp Kiefner

Rezension erschienen: 14.08.2011, Serie: Comics, Autor(en): Gaudin- Armand, Verlag: Splitter Verlag GmbH & Co. KG, Seiten: 48, Erschienen: 2011, Preis: 13,80 EUR


Erinnern wir uns. Im ersten Band der Comicserie Angor "Flucht" brachen unsere drei Helden Talinn, Evrane und Lorky mit ihrem alten Leben und zogen aus, um Ruhm und Ehre zu erlangen, aber auch um ihre Haut zu retten. Anlass hierfür waren ein feiger Mord und ein rätselhaftes Amulett aus dem Besitz des Opfers. Gerade dieses Artefakt, dessen wundersame Wirkung sie bereits zu spüren bekamen, ist auch jetzt das Herzstück der anstehenden Ereignisse.

Im zweiten Band mit dem sperrigen Titel Manisouran setzt sich die Flucht der Protagonisten fort und eine mysteriöser Fremder bringt nicht nur Hilfe in großer Not, sondern auch lang ersehnte Informationen. Während die Kräfte der Helden so Verstärkung erfahren, formieren sich auch die Gegenspieler, welche durchaus nicht zimperlich bei der Durchsetzung ihrer Ziele sind. So zieht sich die Handlung über Land, Stadt und Meer und endet auf einem sonderbaren Eiland, welches eine spannende Fortsetzung verspricht.

Manisouran, ebenso wie die Serie an sich, entspricht einem klassischen Jugendabenteuer. Dem Elternhaus entflohen, um Abenteuer zu erleben und durch Magie in der Lage, das zu sein, was man sich als Jugendlicher sehnlichst wünscht, nämlich endlich erwachsen zu sein. Diese Idee, eine nicht ganz seltene Träumerei im entsprechenden Alter, also die Frage, wie es wäre, wenn man endlich groß und erwachsen ist, hat ihren Charme und auch ältere Leser können die Freude von Lorky nachvollziehen, wenn er seine Muskeln spielen lässt oder in einem unbeobachteten Moment den Inhalt seiner Hose inspiziert. Dieser Aspekt ist dann auch das zentrale Motiv des zweiten Bands, eingebettet in eine Reihe kleinerer Abenteuer und Husarenstücke. Grafisch opulent und detailreich in Szene gesetzt, mit vielen sympathischen Ideen, wie beispielsweise der Verfolgungsjagd auf tierischen Wassertaxen, kann die Geschichte überzeugen. Insgesamt verströmt der Comic eine positive Grundstimmung mit freundlichen, unterstützenden Charakteren, sauberen Straßen und Kämpfen, die nicht ohne Augenzwinkern geführt werden. Das alles hebt sich wohltuend ab von der sonst so häufig publizierten Fokussierung auf Blut, Sex und Gewalt.

Fazit:
Mit Manisouran bekommt die Serie mehr Aktion und die Handlung nimmt deutlich an Fahrt auf. Auch gibt es endlich einige Informationen zum Artefakt, welches Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte zu sein scheint. Allerdings liegt noch viel im Dunkeln und den drei jungen Helden stehen wohl noch viele weitere Abenteuer ins Haus. Rundum eine gelungene Fortsetzung und man darf gespannt sein, was noch alles kommen mag.




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