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Star Trek - Destiny 3: Verlorene Seelen
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 20.05.2011, Serie: Belletristik, Autor(en): David Mack, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 430, Erschienen: 2011, Preis: 12,80 €


So etwas hat es im Star Trek Universum noch nicht gegeben, soviel darf vorab gesagt werden. Gegen Ende des zweiten Bandes der dreiteiligen Destiny Saga sahen sich die Captains Dax von der Aventine, Riker von der Titan und Picard von der Enterpise mit einer Invasion konfrontiert. Die Borg sind drauf und dran den gesamten Föderationsraum zu vernichten und schicken eine Flotte, die so groß ist, dass sie die Sterne verdunkelt, mit nur einem Auftrag: Absolute Vernichtung.

Derweil gelingt es Hernandez, Captain der NX-02 und gute 800 Jahre jung, mit dem Überbleibsel der Titan von den Caeliar zu fliehen, nur um sich vom Regen in die Traufe zu retten. Wie soll man eine solche unüberwindbare Bedrohung noch stoppen?
Dabei springt der Roman immer wieder zwischen den Zeitlinien hin und her. Der Leser erfährt wo die Borg herkommen, ja er erlebt die erste Minute ihrer Existenz und gleichzeitig die letzten Sekunden von Welten, die als unantastbar galten.
Man wird Zeuge von Himmelfahrtskommandos, von klingonischem Heldenmut und menschlicher Verzweiflung. Selbst Präsidentin Bacco, der man gerne eine zu einfache Problemlösungsfähigkeit bescheinigt, weiß nicht mehr weiter. Picard streicht die Segel, so hat man Star Trek einfach noch nicht gesehen.

Fazit: Man muss zweifellos sagen: Hut ab! Nicht nur, dass es sich Autor David Mack herausnimmt eine, das Genre in seinen Grundpfeilern erschütternde, Trilogie zu ersinnen, er stößt auch Türen auf, die es vorher nicht gab. Er ist das Kind, welches das sowieso schon sehr fragile Kartenhaus aus schönen Bauteilen, aber mit einem allzu vorhersehbaren Muster, einfach mit einem Handstreich umwirft, nur um dann mit Bauklötzen zu spielen um etwas Solides hervorzubringen.
Der letzte Teil ist ein würdiger Höhepunkt der Serie. Hiernach ist Star Trek nicht mehr das, was es mal war. Der Roman ist eine einzige Tour-de-Force, man kann ihn einfach nicht weg legen und die rund 400 Seiten sind allzu schnell vorbei. Dann fragt man sich wo die Zeit geblieben ist und wie man Borg eigentlich schreibt – und warum Star Trek eigentlich erst jetzt so geil wird. Das Buch ist Geschichtsstunde, Kriegshandbuch, Drama und bitterer Humor. Wir sind die Borg – kaufen Sie diese Serie!




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