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Aliens and Creatures
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 14.01.2011, Serie: Rollenspiel, Autor(en): David F. Chapman u.a., Verlag: Cubicle Seven, Seiten: 136+, Erschienen: 2010, Preis: 33,95 €


Doctor Who ist die vermutlich erfolgreichste und langlebigste SciFi-Serie, die jemals produziert wurde. Mit den Jahren, mittlerweile sind es mit Unterbrechungen knappe 31, haben viele Schauspieler den nahezu unsterblichen Doktor dargestellt und geprägt. Dieser ist dabei aber nicht die einzige Konstante. Auf seinen Reisen durch die Zeit wird er immer von jungen, gut aussehenden Frauen begleitet. Dass diese Reisen seit Beginn der Serie mittels eines als Polizeibox getarnten Raum- und Zeitschiffes stattfinden, ist dabei natürlich auch eine Konstante.

Neben diesen drei wichtigen Konstanten, sind aber für die Serie auch andere Dinge relevant. Neben den Verwandten und Freunden der jungen Frauen sind das zum Beispiel auch Freunde und Feinde des Doktors. Nicht alle davon sind dabei Menschen und genau da setzt die erste Erweiterung des Rollenspiels Doctor Who - Adventures in Time and Space von Cubicle 7 mit dem Titel Aliens and Creatures an.

Wie bereits bei den Grundregeln, ist auch die Erweiterung eine Schachtel mit einigem Gewicht. Nach dem Auspacken und dem Sichten des Inhalts fällt auf, dass das Doctor Who Rollenspiel kein gewöhnliches Rollenspiel ist. Es gibt ein Buch und ein Heft, Ausrüstungskarten, Kreaturenkarten und zusätzliche Story Point Counter, alles farbig. Story Points werden im Grundregelwerk erklärt und diese zusätzlichen Counter sind schon sehr nützlich. Mit Ausnahme der Story Points Counter und einigen Ausrüstungs-, Kreaturenkarten und Blankokarten, finden sich überall Hochglanzbilder der Serie, die weniger bekannten Wesen und Monstern ein Gesicht beziehungsweise eine Fratze geben.

Kommen wir zu den einzelnen Inhalten und den Beschreibungen der Karten. Den Anfang macht das 136 Seiten starke Regelbuch. Die Einleitung bietet neben Informationen zum Inhalt auch eine kurze Einführung in die Verwendung des Buches und erklärt die unterschiedlich farbigen Boxen, die in den drei Kapiteln auftauchen werden.
Kapitel 1 behandelt die nichtmenschlichen Wesen. Von den Autons über die Daleks bis hin zum Netzwerk, werden alle Aliens mit Bildern vorgestellt, ihre Besonderheiten erklärt und sowohl durchschnittliche Vertreter als auch besondere Vertreter der Spezies mit Werten ausgestattet.
Im zweiten Kapitel können dann eigene Kreaturen geschaffen werden und die Besonderheiten der Wesen aus dem ersten Kapitel werden um Regeln ergänzt. Der Spielleiter kann mit diesem Abschnitt aber nicht nur ernstzunehmende Monster, Außerirdische und Konstrukte erschaffen, auch Spieler kommen auf ihre Kosten. Für das Erschaffen eines Außerirdischen als Charakter finden sich hier nämlich die Regeln. Neben außerirdischen Lebensformen und Regeln für das Entwerfen von neuen und dem Erschaffen von Außerirdischen als Charaktere, ist natürlich auch die Herkunft dieser Wesen interessant.
Im ersten Kapitel findet man zu den vorgegebenen Wesen schon einige Informationen zum Heimatplaneten, aber neue Wesen brauchen neue Welten. Das letzte Kapitel, der Appendix, widmet sich diesen Welten. Sowohl Regeln als auch Tabellen zur Zufallserschaffung sind zur Verfügung gestellt worden. Daneben finden sich aber auch drei Beispielplaneten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Diese drei Planeten bieten einigen Stoff für Abenteuer.

Abenteuer, damit befasst sich auch das Heftchen, das der Schachtel beiliegt. Zwei ausgearbeitete Abenteuer und neun Ideen für Abenteuer werden hier angeboten. Das erste Abenteuer führt die Charaktere in den Himmel einer menschenähnlichen Rasse, der sich bald als Hölle entpuppt. Im zweiten Abenteuer sind die Charaktere unfreiwillig Gäste auf einem Raumschiff. Die Deckpläne dieses Schiffes liegen auf einem Zusatzbogen vor und sind äußerst nützlich im Verlauf des Abenteuers. Wer die beiden Abenteuer überstanden hat, der darf sich dann an den originellen Abenteuerideen versuchen.

Als letzter zu beschreibender Inhalt verbleiben die Karten. Während auf der Vorderseite der Kreaturenkarten die bereits erwähnten Bilder aus der Serie zu sehen sind, finden sich auf der Rückseite die Werte und Besonderheiten der Kreaturen, wie sie auch im Buch dieser Erweiterung zu finden sind. Spielleiter müssen also nicht mehr lange blättern, sie können vor Spielbeginn einfach die nötigen Karten heraussuchen.
Die Ausrüstungskarten beschreiben mit Werten, zu was im Buch oder im Abenteuerheft erwähnte Gegenstände in der Lage sind. Die Bilder machen diese Gegenstände dann auch wirklich greifbar. Der Spielleiter kann diese Karten den Spielern einfach in die Hand drücken und erspart ihnen so langes Abschreiben von Regeln, falls die Charaktere einen solchen Gegenstand erbeuten.

Vollfarbig, eine stabile Schachtel, nützlicher Inhalt und jede Menge Doctor Who; Aliens and Creatures ist natürlich primär auf die titelgebenden Wesen ausgerichtet, aber auch der Planetenbau und die Regeln zur Erschaffung von außerirdischen Spielercharakteren sind nicht zu verachten. Neben diesen Dingen sind aber auch die Kreaturenkarten und das Abenteuerheftchen zu erwähnen. Erstere sind sehr nützlich, denn sie ersparen zeitfressendes Blättern und der Spielleiter kann den Spielern sofort ein Bild zeigen, ohne das Gefahr besteht, dass die Spieler die Werte gleich sehen. Die Abenteuer, die natürlich einiges an vorher Behandeltem verarbeiten, sind nicht nur gut ausgearbeitet sondern versprechen auch viel Spaß und Spannung. Dabei überzeugt gerade das erste Abenteuer wirklich. Cubicle 7 hat wieder ganze Arbeit geleistet und spricht auch mit der Erweiterung nicht nur Rollenspieler sondern auch Fans der Serie an.

Fazit: Aliens and Creatures ist für das Doctor Who Rollenspiel eine gelungene Erweiterung. Sie bringt nicht nur die Außerirdischen und Monster des Universums mit Hochglanzbildern näher sondern beinhaltet auch nützliche Regeln. So können Außerirdische nun Spielercharaktere sein und dem Spielleiter wird Material gereicht, mit dem er Planeten kreieren kann. Die Kreaturenkarten helfen Zeit zu sparen und die Abenteuer versprechen Spannung. Die Aufmachung und der Inhalt sind aber nicht nur für Rollenspieler etwas, auch Fans der Serie kommen voll auf ihre Kosten.




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