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Perry Rhodan - Die Liga freier Terraner
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 22.05.2011, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Rainer Castor, Alexander Huiskes, Rainer Nagel, Verlag: Verlag für F&SF Spiele, Seiten: 216, Erschienen: 2010, Preis: 29,95 EUR


Die Science Fiction-Serie Perry Rhodan ist ein echter Klassiker und seit einiger Zeit dank der Midgard-Redaktion und F&SF-Spiele auch als Rollenspiel nutzbar. Für den vorliegenden Band zeichnen neben Perry-Rhodan-Autor Rainer Castor auch die u.a. von Midgard bekannten deutschen Autoren Alexander Huiskes, der ein ausgesprochener Fan der Rhodan-Serie ist, und Rainer Nagel verantwortlich. Das bürgt für Qualität.

Die Gestaltung des Quellenbuchs Die Liga Freier Terraner wirkt für jeden Midgard-Spielergleich vertraut. Man merkt dem Buch seine Herkunft an: Layout und Aufbau stammen vom großen Fantasy-Bruder. Positiv heben sich aber die Illustrationen ab. Sie sind zwar wie oft in Quellenbüchern des Verlags relativ selten, dafür aber gut und dank nur zwei Zeichnern auch stilistisch eher einheitlich. Highlight ist ohne Frage der wertige feste Einband mit Cover von Swen Papenbrock, der gut mit dem festen Papier der schwarz-weißen Seiten harmoniert. Auch das kennt man von Midgard - die Ausstattung ist ihr Geld allemal wert.

Inhaltlich befasst sich der Band, wie der Name schon sagt, mit der Liga Freier Terraner (zu Beginn des Jahres 1344 Neuer Galaktischer Zeitrechnung). Er enthält eine Vielzahl von Angaben zur Geschichte, der politischen Struktur, Wirtschaft und Finanzen, Glaube und Kult, Freizeit, Medienwirklichkeit und auf rund 35 Seiten die Flotte (insgesamt 27 Schiffsklassen und -typen) samt Spieldaten und ist insgesamt in enger Abstimmung mit den Romanen entstanden. Die Autoren haben nur behutsam ergänzt, wo die Romane Lücken gelassen haben.
Aber damit erschöpft sich das Buch noch nicht.
Das System der Sonne Sol ist das Herz der Liga Freier Terraner (LFT) und wird deshalb in einem gesonderten Kapitel auf über 60 Seiten ausführlich beschrieben. Dazu gehören natürlich auch die acht Planeten und ihre teilweise vorhandenen Bewohner (auf Venus, Terra, Mars, dem Wurm, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun) sowie weitere Besonderheiten (Mond, der Aarus-Jima-Wurm, stellare Körper). Sol III (die Erde) wird natürlich auf ausführlichsten beschrieben. Vorbildlich sind die in viele Unterkapitel eingearbeiteten kurzen Abenteueranregungen, die dem gesamten Quellenbuch einen hohen Spielwert geben, wenn man denn über die nötige Phantasie zur Ausgestaltung verfügt. Aber wer die nicht hat, wird wohl auch kaum Rollenspieler.

Den Abschluss macht das Kapitel Terrania über die Weiße Stadt inmitten der ehemaligen Wüste Gobi. Hier wird exemplarisch eine größere Lokalität entfaltet. Neben der Geschichte wird der Fokus hier vor allem auf Spielrelevantes wie Straßen, Wege, Transportmittel, Raumhäfen, Stadtteile, Vorstädte, etc. gelegt. Als Bonbon gibt es noch drei neue spielbare Völker (Aarus, Maahks und Schohaaken), die kurz regeltechnisch in der Erschaffung vorgestellt werden.

Fazit: Die Liga Freier Terraner ist ein klassisches Quellenbuch zum Nachschlagen und vor allem Spielen in der beschriebenen Zeit und Region, an dem man dank der wertigen Ausstattung lange seinen Freude hat.




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