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Dorian Hunter 11: Schwestern der Gnade
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 07.01.2011, Serie: Dorian Hunter, Autor(en): , Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2010, Preis: 9,95 EUR


Dorian Hunter, der Dämonenkiller, ist ein echter Klassiker des Horrorgenres. In den siebziger Jahren erschien die gleichnamige Heftromanreihe, die dann ab 1984 in fünf Hörspielen wieder auflebte. Danach kam lange gar nichts. Inzwischen hat sich ein neues Team der alten Geschichten angenommen und weckt damit Erinnerungen an die glorreichen Hörspielzeiten in den achtziger Jahren um die Horrorserien Makabros, Larry Brent und natürlich John Sinclair.

Dieses Mal hat sich die Hauptfigur, Dorian Hunter, unter falschem Namen zu seiner Frau Lilian in ein Sanatorium einweisen lassen, um dort nach dem Rechten sehen zu können. Eigentlich sollte das gar nicht nötig sein, weil die Dämonen diesen Ort meiden. Doch Hunter wird mit Berichten über einen schwarzen Engel konfrontiert, der über Patienten herfallen soll. Als sich die Hinweise verdichten und zudem Patienten verschwinden, muss Hunter feststellen, wie schwer es ist, als Insasse einer Heilanstalt zu handeln. Er fällt einem dümmlichen, brutalen Pfleger in die Hände, während sein Kontakt zur Polizei sich als neidische Mimose entpuppt.
Es kommt auch zu einer Lösung, die aber sehr vorhersehbar ist. Der einzig mögliche Täter ist es am Ende auch gewesen. Eine interessante zusätzliche Fährte führt zu den alten Schwestern Mercy und Hercy (die Schwestern der Gnade), die wohl eigentlich zwei Hexen sind, denen es unter Aufgabe ihrer magischen Fähigkeiten gelungen, ist, ein für Asmodi gefährliches Artefakt zu bewahren. Aber bevor Dorian es sichern kann, haben sich die Schwestern schon eigenhändig vergiftet. So oder ähnlich verpuffen leider alle wichtigen Spannungsbögen in Schwestern der Gnade.

Ansonsten ist das Hörspiel technisch wie die anderen Teile erstklassig. Passende Musikkompositionen und ein professionelles Sprecherensemble mit zahlreichen bekannten Synchronstimmen (z.B. Ben Kingsley oder Vince Vaughn) stärken diesen Eindruck.

Fazit: Die Folge elf der Hörspielreihe Dämonenkiller fällt gegenüber dem Doppelteil zehn leider dramaturgisch ab. Aber vielleicht werden die Geschehnisse um die Schwestern Hercy und Mercy in einer späteren Folge noch einmal relevant. Kurzweilig ist Die Schwestern der Gnade auf alle Fälle, auch dank der wieder brillanten Technik und der erstklassigen Sprecher.




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