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Windgeflüster Nr. 50 (Juli 2002)
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 11.11.2002, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Oliver P. Bayer (Hrsg.), Verlag: Gilde der FantasyRollenspieler e.V., Seiten: 46, Erschienen: 2002, Preis: 2,50 Euro


50 Ausgaben, 15 Jahre Bestehen, Höhen und Tiefen, das ist schon eine Gratulation wert. Die Windgeflüster hat die Szene über die Jahre immer wieder bereichert. Die aktuelle Jubiläumsausgabe im edlenVierfarbhochglanzcover wartet im gewohnt guten Layout auf. Sicherlich am meisten gespannt war ich auf den umfassenden Artikel zum Windgeflüster-Jubiläum, nach der Lektüre leider auch ebenso enttäuscht. Schmutzige Wäsche, Blicke hinter die Kulisse oder Plaudereien aus dem Nähkästchen sind absolute Mangelware. Statt dessen wird die Historie regelrecht abgearbeitet - nichts für Voyeure oder Sensationslüsternde.
Actionreich in martialischem Stil geht es im achtseitigen Comic "Belladonna - Jeder Tod hat seinen Preis" zu. Die Zeichnungen gefallen mir persönlich wegen ihrer Klischeehaftigkeit nicht so sehr, erfüllen aber professionelle Maßstäbe. In Anbindung findet man auch einen Artikel über die Macher von Belladonna.
Neben der Netecke, die Rollenspielvereine im Internet kurz vorstellt, hat mir der Bericht über Rollenspiele in Skandinavien sehr zugesagt. Knapp wird dort ein Überblick über übliche Systeme und ihre Stellung gegeben. Ich würde mir hier noch mehr Artikel über andere Länder wünschen.
Uwe Mundt, schreibt im Anschluss über freie Rollenspiele in Deutschland, wobei er die wichtigsten Vereinigungen vorstellt. Highlight ist für mich als alten Hardwarefreak das Shadowrun-Abenteuer "Im Kreuzfeuer". Schon der Name Björn Lippold (Mephisto) bürgt für Qualität, die auf den ersten Blick durch die herausragende Illustration greifbar wird. Die Geschichte im deutsch-katholischen Westphalen scheint auf den ersten Blick klassisch und einfach. Die Runner werden von einem älteren Straßenmagier angeworben, ein Artefakt an einen Taliskrämer zu verkaufen. Im Hintergrund brodelt derweil eine intelligente nicht allzu schwierig zu klärende Intrige, die mindestens einen guten Spielabend garantiert.
Daneben gibt es noch reichlich Rezensionen, Con-Termine, Berichte und Informationen, die allesamt mit zum positiven Eindruck beitragen, den ich von der aktuellen Windgeflüster gewonnen habe. Das Heft nimmt man gerne zur Hand, um sich die Zeit zu vertreiben. Wer kein Shadowrunner oder Cyberpunkfan ist und vornehmlich spielbares Material sucht, der sollte freilich lieber zu einer anderen Lektüre greifen.




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