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Star Trek: Vanguard 5 - Vor dem Fall
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 22.12.2010, Serie: Belletristik, Autor(en): David Mack, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 400, Erschienen: 2010, Preis: 9,95 EUR


Der Commander ist tot, es lebe der Commander! Wenn dieser fünfte Band der Vanguard-Reihe ein Motto verdient hätte, dann wäre es: "Totgesagte leben länger".

Da wäre natürlich Sympathieträger Diego Reyes, der sich, naja nicht unbedingt bester, aber immerhin seiner Gesundheit erfreut, nur um zum strategischen Spielball der Klingonen zu werden. Da ist Cervantes Quinn, den der Leser vermeintlich gut kennt, der nun jedoch eine mehr als ungewöhnliche Tiefe offenbart und seine Midlife-Crisis spektakulär in Szene setzt. Da ist T’Prynn, die sich aus ihrem seelischen Dilemma herauskämpft und nicht nur sich selbst, sonder auch Tim Pennington vorantreibt. Da ist der mysteriöse Händler Ganz, der neue Chancen erkennt, sich wieder ins Spiel zu bringen, und da ist Botschafter Jetanien, der mal wieder beweist, dass Sturheit eindeutig von Vorteil ist, und selbst auf einem Müllplaneten die Contenance bewahrt.

Die Fortsetzung der Serie bringt einen deutlichen Schwung in die Geschichte. Wo Dayton Ward einen seelischen Trümmerhaufen hinterlässt, greift David Mack die Scherben auf und formt Fabergé–Eier. Wo die Shedai zunehmend als direkt Gefahr in den Hintergrund treten, nehmen viel weltlichere Gegner ihren Platz ein – die Klingonen. Und gerade als man denkt, dass man diesen Gegner einigermaßen im Griff hat, brät die uralte, mysteriöse Rasse dem Leser aus dem Dunkel eins mit der Pfanne über.
Dabei mangelt es dem Buch nicht an absurden Szenen, die einen immer wieder zum Schmunzeln, dann zum Grinsen und letztlich zum derben Gelächter bringen. Meine Güte, diese Star Trek-Charaktere mögen zwar Pyjamas tragen, aber sie wissen, wie man in ihnen eine verdammt gute Figur macht.

Fazit: Vanguard ist das, was dem Genre schon immer gefehlt hat. Wer jetzt noch nicht im Zug sitzt, sollte schleunigst aufspringen, denn er ist längst in voller Fahrt und man hat langsam den Verdacht, dass die Bremsen bald versagen. Aber wer braucht die schon, die Fahrt ist der Hammer!




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