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Leverage - The Roleplaying Game - The Quickstart Job
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 03.08.2010, Serie: Rollenspiel, Autor(en): Cam Banks, Rob Donaghue, Clark Valentine, Verlag: Margaret Weis Productions, Seiten: 16, Erschienen: 2010, Preis: 4,99 $


Leverage ist eine amerikanische Dramaserie, die momentan in der zweiten Staffel auf TNT zu sehen ist und im Herbst mit der übersetzten ersten Staffel endlich im deutschen Fernsehen auf VOX zu sehen sein wird. Leverage handelt von einem Team von Spezialisten für illegale Unternehmungen. Ein Hacker, ein Schläger, eine Einbrecherin und eine Trickbetrügerin werden dabei von einem ehemaligen Versicherungsdetektiv als Kopf des Teams angeleitet und arbeiten dabei als moderne Robin Hoods gegen die Reichen und Mächtigen und für die Ausgebeuteten und müssen dabei aufpassen nicht selbst erwischt zu werden.

Mit Leverage - The Roleplaying Game - The Quickstart Job, hat sich Margaret Weis Productions der nächsten Fernsehserie angenommen und diese zu einem Rollenspiel umgewandelt. Beim Quickstart Job handelt es sich um ein Einführungsabenteuer für das im Spätsommer erscheinende Rollenspiel in dem die Spieler in die Rollen der Protagonisten der Fernsehserie schlüpfen. Dementsprechend benötigt man für den Quickstart Job fünf Spieler und einen Spielleiter, hier Guide genannt. Die Spieler schlüpfen also in die Rollen von Parker, der Meisterdiebin, Hardison, dem Hacker, Eliot, dem geheimnisvollen Kämpfer der Gruppe, Sophie, der Trickbetrügerin, und Nate, dem Kopf des ganzen Unternehmens. Der Gegner ist Dennis Holland, ein Betrüger, der Banken zum Zusammenbrechen bringt und Hypotheken an sich reißt und unschuldige Personen aus ihren Häusern wirft. Dennis Holland ist ein böser Mann und das Team hat nur wenige Tage Zeit diesen Mann zu stürzen.

In dem kleinen Heftchen mit gerade mal 16 Seiten, finden sowohl Spieler als auch Spielleiter alles was gebraucht wird, um den Quickstart Job erfolgreich Spielen zu können und dabei die Eigenheiten der Serie einzufangen. Jeder Charakter hat eine wichtige Szene und kann somit zum Ausgang beitragen und die Spieler können dabei gleichzeitig die wichtigen Regeln Beispielhaft erleben und anwenden. Für das Spiel werden W4 bis W12 benötigt und dabei sind mehrere W4 und W6 hilfreich. Bekannt ist das Würfelsystem als Cortex System und wurde schon beim Serenity und beim Supernatural Rollenspiel verwendet. Das System ist simpel, Würfel werden geworfen und die zwei höchsten Ergebnisse, wenn mehr als zwei Würfel geworfen werden, gewertet und mit einem Gegenwurf verglichen. Hat der Spieler höher oder gleich dem Gegenwurf gewürfelt, hat er gewonnen. Einsen bei dem Wurf führen nicht zum Patzer sondern zu Komplikationen, die direkt ins Spiel einfließen. Dazu gibt es noch Plot Points, dargestellt durch Pokerchips, die man zum Verbessern einsetzen kann, sowohl für dauerhafte als auch für kurzfristige Verbesserungen.
Das wäre das Würfel- und Plot Point System, aber auch die Charakterbögen bieten noch einiges. Neben kaum überraschenden Attributen und passenden Fertigkeiten, auf einer Skala von W4 bis W10 haben die verschiedenen Charaktere auch Talente und Eigenschaften, die die Anzahl der Würfel oder Spielsituationen beeinflussen können. Das System ist wirklich einfach zu verstehen und genau so einfach kann man damit auch Spielen.
Das Abenteuer selbst ist in fünf Szenen, für jeden Charakter eine Szene, aufgebaut mit Beschreibungen zu den Szene, wichtigen Würfen und zusätzlich Regelerklärungen für den Spielleiter in den bestimmten Szenen. Dabei wurde wirklich an alles gedacht und doch viel offen gelassen. Sogar noch nach dem eigentlichen Auftrag gibt es für die Spieler noch eine Überraschung, ganz wie in der Serie. Flashbacks und eine Zusammenfassung zeigen die Aktionen, die nebenbei gelaufen sind und wie das Endergebnis des Jobs aussieht. Das rundet ein gelungenes, spannendes Einführungsabenteuer, mit dem eine Gruppe wirklich Spaß haben kann, perfekt ab.
Eine knappe Beschreibung der Extras, der NSCs, und die Charakterbögen der fünf Protagonisten mit Bildern bilden den Abschluss des kleinen aber feinen Heftchens.
Es ist nötig zu erwähnen, dass das Heft komplett in Farbe und mit Hochglanzbildern aus der Serie versehen ist, das erklärt nämlich den Preis. Alles in allem ein ist es optisch ein Augenschmaus, der auf ebenso tolle Bilder im und eine tolle Aufmachung des Regelwerkes hoffen lässt.

Fazit: Leverage – The Roleplaying Game – The Quickstart Job weckt große Erwartungen an das im Spätsommer erscheinende Rollenspiel zur erfolgreichen Fernsehserie. Im Einführungsabenteuer schlüpft man in die Fußstapfen der Serienhelden und kümmert sich um einen bösen Mann. Dabei werden sowohl die Regeln als auch die Eigenheiten des Systems immer wieder beispielhaft und dabei überzeugend erläutert und näher gebracht. Dass das Heftchen farbig und mit tollen Hochglanzbildern versehen ist nur ein Bonus, der den Preis rechtfertig.




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