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Star Trek - Nero
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 28.07.2010, Serie: Comics, Autor(en): Roberto Orci, Alex Kutzman, Mike Johnson, Tim Jones, David Messina, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 128, Erschienen: 2010, Preis: 14,80 €


Cross Cult beliefert den deutschen Comicmarkt seit geraumer Zeit endlich wieder mit Star Trek Material. Dabei konnten die Bücher jedoch nicht immer zur Gänze überzeugen. Mit Nero widmet sich nun eine weitere Neuerscheinung den Hintergründen zum Kinofilm – kann so etwas auf Dauer gut gehen?

Nero ist ein Gezeichneter – nicht nur, dass er und seine Mannschaft großzügig im Gesicht tätowiert sind, sie haben auch alles verloren: Ihre Heimat, ihre Familien, ja ihren ganzen Planeten. Schuld geben sie keinem Geringeren als Spock.
Soweit also zum Kinofilm. Die Crew um Nero befindet sich auf der anderen Seite der Verwerfung, an einem anderen Ort, in einer anderen Zeit. Jetzt heißt es abwarten, bis Spock auftaucht. Doch es kommt jemand anderes – Klingonen werden auf das modifizierte Bergbauschiff aufmerksam und auf ihrer unvergleichlich charmanten Art werden sie schnell patzig. Nero wird mit seiner Crew in den Bau gesteckt, doch ihn macht das nur stärker, schärft seine Sinne und verstärkt seinen Drang nach Rache.

Nero ist endlich ein Comic, dass sich dem Genre würdig erweist. Es ist nicht nur ein Lückenfüller oder banaler Nebenschauplatz, sondern ein wertvolles Teil des Ganzen. Die Geschichte ist packend, düster, vor allem aber tiefgründig. Endlich versteht man diesen Romulaner.

Grafisch liegt das Buch wieder weit vorne. Wie schon die bereits erschienenen Bände, zeichnet sich auch dieser durch einen hohen Realitätsgrad aus, in dem sich Fotorealismus, Zeichenstift und Computergrafik die Klinke in die Hand geben. Doch hier wurde noch mehr gezaubert und mit Unschärfen und Überblendungen gespielt. Somit kommt dieser Band auch in seiner grafischen Inszenierung dem letzten Kinofilm näher als irgendein anderes der bisherigen Star Trek Comics.

In Sachen Verarbeitung gibt es wie immer nichts zu meckern – Cross Cult bleibt seiner hochwertigen Linie treu, kein billiger Kleber, keine minderwertige Druckerschwärze; da gibt man gerne etwas mehr aus. Wenn man etwas bemängeln möchte, dann dass ab und an die Panelanordnung doppelseitig erfolgt und den Leser im ersten Moment irritiert.

Fazit:: Die Star Trek Comicreihe hat ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. Nero ist das Beste, was in diesem Bereich in den letzten Monaten erschienen ist und damit mehr als ein Lückenfüller. Fans des Kinofilms sei dringend zu diesem Buch geraten, Fans der Comics umso mehr und Fans des Genres sollten jetzt schon auf dem Weg zum nächsten Händler sein.




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