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Im Wandel der Zeiten: Das Würfelspiel - Bronzezeit
Von Konrad Schwenke

Rezension erschienen: 19.07.2010, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Matt Leacock, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2010, Preis: 39,95 €


Im Wandel der Zeiten: Das Würfelspiel – Bronzezeit, wie der komplette Titel dieses Spiels heißt, ist ein Würfelspiel für bis zu vier Mitspieler. Es ist vom selben Autor wie das Brettspiel Im Wandel der Zeiten, hat mit diesem aber bis auf den Hintergrund der geschichtlichen Entwicklung von Zivilisationen nichts gemein. Die Darstellung des Spiels verwendet einen bronzezeitlichen Hintergrund, für das eigentliche Spielprinzip ist dies aber irrelevant.

Das zentrale Element des Spiels sind die Würfel. Der Spieler der an der Reihe ist wirft eine Anzahl die der Zahl seiner Städte entspricht. Wenn ihm das Ergebnis nicht gefällt kann er bis zu zweimal mit allen oder einzelnen Würfel neu würfeln.
Je nachdem welche Seite auf den Würfel oben liegt bekommt man verschiedene Dinge. Nahrung kann bevorratet werden und wird jede Runde benötigt um die eigenen Städte zu versorgen, andernfalls bekommt man Minuspunkte. Mit Arbeitern kann man entweder weitere Städte bauen, die mehr Würfel zur Verfügung stellen oder Monumente errichten, die Pluspunkte für die Endabrechnung bringen. Das Warensymbol erlaubt es einem, verschieden wertvolle Ressourcen aufzustocken, je nachdem wie oft man es gewürfelt hat. Diese Ressourcen können gesammelt werden. Wenn man das Münzsymbol würfelt erhält man Geld mit dem man zusammen mit den Waren verschiedene Errungenschaften kaufen kann. Diese Errungenschaften stellen zum einem Punkte bereit, zum anderem aber auch noch einen Vorteil im weiteren Spiel. Im Gegensatz zu den Waren können Münzen nicht gelagert werden und müssen sofort ausgegeben werden.
Das letzte Symbol das noch auftreten kann ist der Schädel. Würfel mit diesem Symbol dürfen nicht neu geworfen werden und je mehr man von diesem Symbol gewürfelt hat, desto unangenehmere Dinge stoßen einem zu.

Das ist eigentlich schon das ganze Spielprinzip. Wer bis hierher gelesen hat, dem wird vielleicht aufgefallen sein, dass ein wesentliches Prinzip der meisten Spiele fehlt: Interaktion zwischen den Spielern. Wenn man das Spiel nach den Grundregeln spielt so sitzen zwar zwei bis vier Spieler am Tisch aber Interaktion findet kaum statt, außer dass ein paar Katastrophen auch andere Spieler betreffen und nur ein Spieler der erste sein kann der ein Monument fertig stellt und damit die meisten Punkte erhält. Folgerichtig gibt es daher auch eine Variante für einen einzelnen Spieler.
Um den Spiel mit mehr Spielern mehr Spannung zu geben, sollte man auf jeden Fall mit der Variante spielen, in der man untereinander Handeln kann. Ansonsten ähnelt das Spiel zu sehr einer etwas komplexeren Variante von Kniffel. Gewonnen hat derjenige der am Ende über die meisten Punkte verfügt.

An der Ausstattung des Spiels gibt es nicht zu meckern. Für die Waren gibt es massive hölzerne Steckbretter. Die Würfelsymbole sind groß und gut lesbar. Nur die Würfel sind schon wieder so groß, dass man einen Würfelbecher braucht und leider eckig, so dass sie auch nicht weit rollen sondern eher über den Tisch springen.

Fazit: Im Wandel der Zeiten: Das Würfelspiel – Bronzezeit ist ein Spiel bei dem das zentrale taktische Element die Entscheidung ist, welche Würfelergebnisse man behält und welche man neu wirft. Darin ähnelt es Kniffel. Dazu kommen noch die strategischen Überlegungen ob man auf Errungenschaften oder Monumente setzen will um zu gewinnen und dass man sich durch mehr Städte mehr Würfel verschaffen kann, die aber auch Ressourcen binden und keine Punkte bringen.
Mit einer Spieldauer von 45 Minuten ist es in einer Runde die gerade keine Lust auf aufwändigere Spiele hat angenehm zu spielen.




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