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Munchkin Quest 2
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 02.08.2010, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Steve Jackson, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2010, Preis: 29,95 €


Munchkin, das berühmte Kartenspiel, hat mit Munchkin Quest letztes Jahr zur Messe "Spiel" endlich die lang erwartete Brettspielübersetzung bekommen. Knapp ein halbes Jahr später liefert uns Pegasus mit Munchkin Quest 2 – Jetzt wird aufgeräumt die Erweiterung, was das Spiel nun für bis zu sechs Spieler erweitert.

Bei Munchkin Quest wandelte sich das Kartenspiel zum Brettspiel. Ein, sich durch Zufall aufbauender, Dungeon mit vielen Räumen und unzähligen, sich bewegenden Monstern, mit vielen Schätzen und dem bekannten Humor, brachte den Spieler und das Spiel auf die nächste Stufe des Munchkintums. Leider gab es den Spielspaß bisher nur für bis zu vier Spieler und deshalb war eine Erweiterung für mehr Spieler auch bitter nötig und auch vorgesehen. Wieso hätte es sonst einen sechsfarbigen Würfel geben sollen?
Munchkin Quest 2 – Jetzt wird aufgeräumt bringt aber neben zwei Plastikmunchkins, die Spielfiguren des Brettspiels, die dazugehörigen Würfel und den weiteren Spielelementen für zwei zusätzliche Spieler, auch neue Regeln, neue Monster, neue Schätze, neue Räume und neue Ausrüstung.
Aufräumen ist dabei das Motto, denn wer in den neuen, zugemüllten Verbindungsgängen aufräumt, kann ganz schnell reich werden und Stufen aufsteigen. Deshalb ist Aufräumen gut.
Aufräumen müssen die Munchkins aber auch in den neuen Räumen. Im Frauenzimmer werden Frauen bevorzugt, im Herrenzimmer die Herren, in der Kammer des Schreckens gibt’s was auf die Ohren und das Schuhgeschäft, nun ja, welchem Geschlecht das Vorteile bringt ist ja klar. Geschlechter, das ist eine der ersten Zusatzregeln über die man stolpert; gab es vorher Vorteile für Klassen oder Rassen in einigen Räumen, gibt es diese nun auch für die beiden Geschlechter.
Die neuen Monster sind eher unspektakulär, aber doch eben typisch Munchkin und zwischen den Monstern verbergen sich nun auch Fallen. Das funktioniert dann ähnlich wie Flüche im Kartenspiel: Wer sie aufdeckt muss Ausweichen oder die Auswirkungen über sich ergehen lassen, erst danach kommt dann das Monster. Es hat ja keiner gesagt, dass Fallen gefallen sollen.
Die letzte neue Regel ist die Sichtlinie. Im Regelteil wird dabei eine neue Erweiterung angedeutet, das freut mich am meisten. Sichtlinie ist dabei genau das: Können sich Monster und/oder Munchkins sehen oder nicht? Eigentlich ist die Regel logisch, aber wäre sie nicht im Regelheft, dann geht eine Sichtlinie auch mal um die Kurve herum.

Soviel zum Inhalt und den neuen Regeln, jetzt zum Spiel mit der Erweiterung. Es ist schon etwas makaber sich über zu schnelle Spiele zu beschweren. Kurz waren meine Munchkin Quest Spiele ohne Erweiterung bisher nie und die Erweiterung macht sie auch nicht schneller, trotz optionaler Regel. Aber bei sechs Spielern kann man sich noch besser in den Rücken fallen und das Ende noch weiter hinauszögern. Was ich damit sagen will, es dauert, es dauert lange und dann noch etwas länger und nur der eigene Humor des Spiels führt dazu, dass man nicht den Spaß verliert. Die neuen Regeln sind schnell gelernt und die Fallen sind das Element, das mir bisher gefehlt hat, und dabei war ich mit Munchkin Quest schon sehr zufrieden. Die Einführung, beziehungsweise das Einbinden der Geschlechter, gehört einfach dazu, denn nur dann weiß man als Mann den Ballsaal richtig zu schätzen.

Fazit: Munchkin Quest 2 – Jetzt wird aufgeräumt ist die Erweiterung die man braucht, um Munchkin Quest zu sechst spielen zu können. Die neuen Regeln und die neuen Monster, sind zwar nicht besonders außergewöhnlich oder neu, mit Ausnahme der Fallen, aber sie passen zu Munchkin und machen das Spiel noch besser. Leider braucht man jetzt noch mehr Zeit für eine Runde und wer schnell unruhig wird und den Humor nicht abkann, der sollte auf diese gelungene Erweiterung verzichten.




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