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The Last Man 1: Entmannt
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 26.02.2010, Serie: Comics, Autor(en): Brian K. Vaughan, Pia Guerra, Claudia Fliege, Verlag: Panini Verlags GmbH, Seiten: 126, Erschienen: 2007, Preis: 14,95 €


Yorik ist irgendwie ein Taugenichts. Zur Zeit ist er auf der Suche nach einem Job und hängt nur so herum. Das ist wörtlich zu nehmen, denn er probt kopfüber in einer Zwangsjacke mal wieder einen Entfesselungstrick, während er mit seiner Freundin in Australien telefoniert – das letzte Mal für eine lange Zeit. Denn für Yorik wird sich das Leben binnen weniger Stunden grundlegend verändern.

Wenige Stunden später ist nichts mehr so wie es einmal war. Ein äußerst mysteriöser Vorfall hat dazu geführt, dass binnen Sekunden alle Männer dieser Welt zugrunde gehen. Was sich für einige wie die Lösung aller irdischen Probleme anhört, ist nicht weniger als das Ende unserer Art.

Life goes on – klar, dass dieser Umstand die Weltregierungen nicht unbeeinträchtigt lässt, immerhin sind 85% aller Regierungsmitglieder weltweit verstorben, außerdem mehr als 90% aller Geschäftsführer der weltgrößten Wirtschaftsunternehmen, sowie 99% aller Landbesitzer. Und als einziger Überlebender bleibt Yorik. Nun ja, er und sein dubioses, männliches Äffchen, das ihm für seinen Nebenjob zugeteilt wurde. Yorik hat nur eines im Sinn: Seine Familie finden.

Doch die Welt der Frauenherrschaft ist keinesfalls der Garten Eden im Diesseits. Eine Horde Amazonen regiert in Teilen Amerikas durch Schrecken und Gewalt, die öffentliche Ordnung ist nur noch bedingt vorhanden und Republikaner tun das, was sie am besten können: zu den Waffen greifen.
Yorik muss sich vermummt einen Weg durch diese Welt schlagen, was nicht ohne Probleme daher kommt. Dabei plagen ihn immer wieder Zweifel ob seiner Aufgabe in dieser neuen Gesellschaft. Dem Leser wird erst nach und nach bewusst, was dieses Desaster eigentlich bedeutet. Vollkommen wird die Geschichte erst durch die mysteriösen Verstrickungen eines dubiosen Zweiges des amerikanischen Geheimdienstes.

Der erste Band fasziniert von den ersten Seiten an, denn das Buch beginnt mit einem Countdown, in dem die Szenen mit großem Feingefühl geschnitten wurden. Die sehr realen Zeichnungen sind äußerst ansprechend, die angefangenen Handlungsstränge machen sofort Lust auf mehr. Und mehr wird es reichlich geben. Bisher hat die Serie des Vertigo-Verlags (Übersetzung durch Panini) zehn Bände.

Fazit: The Last Man liefert ein erfrischend neues Thema für die Comicbranche, das sowohl durch Aufmachung, Preis und inszenierter Story überzeugt und schnell begeistert. Das Softcoverbuch liest sich schnell in einem Rutsch. Ob die Serie den Ansprüchen gerecht wird, wird sich durch die weiteren Bände erst herausstellen müssen. Der Anfang schmeckt hervorragend!




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