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Chicago Gangster
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 15.03.2010, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): , Verlag: Mario Truant Verlag, Seiten: , Erschienen: 2008, Preis: 17,95 €


Chicago Gangsters führt die Spieler in die kriminelle Unterwelt. Sie schlüpfen in die Rolle eines Gangsterboss und versuchen ihre Gegner zu eliminieren, während es gilt, die eigenen Gangmitglieder in Sicherheit zu bringen.

Bevor es soweit ist, müssen erst einmal die Kulissen aufgebaut werden. Dazu werden beide Hälften des Spielkartons aufeinander gestapelt. Mit ihrem aufgedruckten Ziegelsteinmuster ergeben sie "Die Wand", an die später die Opfer (Gangster aus der Abschussliste) gestellt werden. Erschossene Ganoven werden in der Box abgelegt.
Danach werden die Gangsterfamilien zugeteilt, von denen es sechs mit jeweils neun Mitglieder gibt (Purple Gang, Murder Inc., Bank Robbers, Capone Mob, New York Mob und Moran Gang). Jeder Spieler legt seine Familie vor sich aus. Danach werden verdeckt je fünf Aktionskarten an jeden Spieler ausgegeben, mit denen das eigentliche Spiel gestaltet und gesteuert wird. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Karten: Angriffskarten, Rettungskarten und Schutzkarten. Mit letzteren kann man die Wirkungen der anderen beiden Sorten blocken und gleichzeitig sofort die Initiative an sich reißen. Sonst gilt wie bei anderen Kartenspielen: Die Spieler werden der Reihe nach aktiv und spielen eine Karte aus oder legen eine ab. Danach füllt man seine Hand wieder auf.
Mit den Karten kann man z.B. die "Abschussliste", eine Ablagefläche für fünf Bandenmitglieder, auffüllen. Wird dann auf eine von fünf möglichen Arten ein Bandenkrieg ausgelöst, beginnt das große Sterben, bis eine Waffenstillstandskarte gespielt wird oder alle Ganoven auf der Liste tot sind. Danach wird die Abschussliste wieder aufgefüllt - bis irgendwann nur noch ein Spieler Gangster in seinen Reihen hat und damit Sieger ist.

Insgesamt ist "Chicago Gangsters" ein schnelles Kartenspiel, das leicht erlernbar ist und dennoch durch die vielen taktischen Möglichkeiten (Es gibt 56 Aktionskarten mit 20 verschiedenen Funktionen und ein paar Sonderregeln.) nicht langweilig wird. Die gelungene und passende Gestaltung der Spielmaterialien à la Al Capone (die Ablage für gekillte Gangster in der Spielbox trägt z.B. die Prägung R.I.P) tut ihr Übriges, um die Stimmung zum Spiel zu liefern.

Das Fazit fällt darum knapp und eindeutig aus: Kaufen, bevor das Spiel vergriffen ist, aber am besten mindestens zu dritt spielen, damit so richtig die Luzie abgeht.




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