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StarTrek - The Next Generation - Tor zur Apokalypse (Hardcover)
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 27.03.2010, Serie: Comics, Autor(en): Scott Tipton, David Tipton und David Messina, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 128, Erschienen: 2009, Preis: 19,80 €


Die Enterprise unter Captain Picard wird zu einem brisanten Notfall gerufen. Eine gigantische Bibliothek, deren Computer mit einem positronischen Gehirn versehen wurde, droht ein Eigenleben zu entwickeln. Weil Data über ein eben solches Gehirn verfügt und bereits die Leiden der Selbsterkenntnis hinter sich gebracht hat, möchte man gerade ihn bei der Lösung des Problems dabei haben.
Dies ist aber nur die erste von diversen Aufgaben, die sich zu Anfang als recht solitär darstellen. So wie der Folgeauftrag, der die Crew zu einer Vermittlungsmission zwischen zweier Völker auf einem Planeten führt. Worf bekommt die Chance sich hier als Diplomat zu beweisen.
In einem Intermezzo wird der Crew wie dem Leser jedoch klar, dass es hier um etwas Größeres geht. Irgendjemand scheint Fäden zu ziehen, sehr subtil, um die Enterprise in einen bestimmten Teil der Galaxie zu locken.

Bis gut zur Hälfte des Bandes fragt man sich als Leser schon, was die einzelnen Geschichten sollen. Diese sind nicht mehr als kleine Häppchen und die Probleme von der Crew der Enterprise auch schnell, ja fast schon im Handumdrehen gelöst. Als sich der übergreifende Plot offenbart, kommt Freude auf. So etwas gab es in der Next Generation noch nicht und man möchte förmlich eintauchen und mehr davon sehen.
Wenn das Buch einen inhaltlichen Makel hat, dann dass sowohl die kurzen Geschichten als auch der Metaplot viel zu einfach gelöst werden. Gerade letzterer hat soviel Klasse und bringt ein eher ungewohntes, dafür aber viel faszinierenderes Element in diese SciFi Welt, dass irgendwie das Gefühl bleibt, mit zu wenig abgespeist worden zu sein. Die Richtung stimmt aber insgesamt und macht vor allem Lust auf mehr.

Grafisch gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Die Charaktere sind vor allem in Detailbildern mit vielen Einzelheiten und sehr realistisch gezeichnet. Manchmal meint man fast, dass von den Panels ein leichter Glanz ausgeht. Verschwimmen die Charaktere aber im Hintergrund, werden manche Konturen leider arg ungenau. Da sieht Worf schon mal aus wie eine Actionfigur.
Handwerklich leistet Cross Cult mal wieder ganze Arbeit. Das wunderschöne Hardcoverbuch ist sauber verarbeitet, der Druck einwandfrei, die Klebebindung ausdauernd. Da gibt man gern ein wenig mehr aus.

Fazit: Ein für Star Trek recht mutiges Comic mit zartem Horror-Einschlag, von dem ich in Zukunft gerne mehr hätte. Manche Aufgaben löst die Crew ein wenig fix und wenn sie doch mal in Bedrängnis kommt, ist das Buch auch schon zu Ende. Trotzdem liegt uns hier ein rundum gelungenes Comic vor, auch wenn Bruce Darnell fordern würde: "Mehr Drama, Baby!".




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