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Mephisto #47 - Januar/Februar 2010
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 20.03.2010, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Verlag Martin Ellermeier, Seiten: 84, Erschienen: 2010, Preis: 5,95 €


15 Jahre Mephisto, das muss gefeiert werden! Aber lässt uns auch der Inhalt dieser Ausgabe das Partyhütchen rausholen? Wir werden sehen.

Nach dem üblichen Vorgeplänkel wie Vorwort, Neuigkeiten und vor allem dem Kleinod "Wortgemetzel" (insgesamt sechs Seiten), startet die Ausgabe 47 mit einer Seite über die "Role Play Convention". Zwei weitere Seiten informieren über neue Produkte auf der "Spiel’ 09", sieben Seiten behandeln neue Bücher, Comics und Computerspiele.
Der erste spezifischere Block des Magazins beinhaltet Erweiterungen zu den Brettspielen Talisman und Arkham Horror. Für Ersteres gibt es in "Die Kräfte des Ausgleichs" neue Charaktere nebst Stimmungstext (drei Seiten), für Letzteres zwei weitere Szenarien, die den Höhepunkt einer längeren Kampagne bilden (vier Seiten). Leider versagt auch hier erneut das "ß", wie bereits in der vorherigen Ausgabe bemängelt wurde.
Ein Interview mit Simon Weinert ("Tassilo, der Mumienabrichter") bildet die Brücke zu den Abenteuer-Szenarien und Hintergründen (vier Seiten).

Auf vier Seiten erfährt der Leser mehr über das Leben im Shadowrun der 70er. "Der feine Unterschied - Teil 1" beschreibt die sozialen Klüfte nach dem Crash 2.0. "Kreuzfeuer" ist ein Szenario für das Rollenspiel Degenesis. Die Geschichte dreht sich um eine Schrotter-Legende, der Nutznießer eines tragischen Zwischenfalls einer Gemeinde ist. Dumm nur, dass er es jener gleich noch unter die Nase reiben muss. Die Charaktere haben die gnädige Aufgabe, heil aus den sich anbahnenden Konflikten herauszukommen – am besten reich. Auf nur vier Seiten entfaltet sich ein äußerst stimmiges Abenteuer, das Lust auf mehr macht.

Mit "InZone" wurde in der letzten Ausgabe der Gewinnerbeitrag zum "Fundus Ludi Kreativwettbewerb" vorgestellt. Nun folgen mit "Der Heiler" (fünf Seiten) und "Die Bibliothek der vergangenen Arten" (drei Seiten) die Plätze drei und zwei. "Der Heiler" beschreibt eine postapokalyptische Welt, die vor allem dadurch auffällt, dass die Spieler, deren Freunde und Verwandte sowie das reale Umfeld gleichzeitig wesentlich Elemente des Spiels sind. "Die Bibliothek…" behandelt einen Endzeit-Schauplatz, der die DNA und reale Körper aller Lebewesen der Erde speichert. Beide Beiträge wurden zu Recht prämiert und harmonieren hervorragend miteinander, aber auch mit "InZone" aus der vorhergehenden Ausgabe.

"Zombies", mehr braucht es nicht, um den Autor dieser Zeilen in helle Begeisterung zu versetzen - so auch selbiger Beitrag der Rubrik "Rollenspiel universal". Auf vier Seiten wird sehr detailliert die Ausbreitung der Seuche beschrieben, die die knuffigen Wesen erschafft und damit gleichzeitig eine Art Leitfaden für eine Kampagne bereitgestellt.

Den Abschluss dieses Blocks bildet das Szenario "Mit scharfer Klinge" für das Rollenspiel Opus Anima (fünf Seiten). Obwohl es teilweise recht schwer ist, gewissen Geschehnisse ohne konkretes Hintergrundwissen zu dem System nachzuvollziehen, ist das Abenteuer doch blutig-skurril genug, um die Aufmerksamkeit des Rezensenten zu wecken. Es gilt einen ziemlich durchgeknallten Mörder zu stellen, der seine Opfer, sagen wir, exzentrisch inszeniert. Das Abenteuer ist zwar recht geradlinig, macht aber dennoch Lust das System einmal auszuprobieren. Den Abschluss des Magazins bilden 17 Seiten mehr oder weniger ausführliche Rezensionen aller Art.

Es wäre aber nicht eine Jubiläumsausgabe, wenn es nicht ein kleines Extra geben würde. So liegt der Mephisto diesmal das DSA-Abenteuer "Für die Ewigkeit" bei. Die Charaktere müssen als Teil einer Expedition nach Nordaventuriens hinter die Mysterien einer Hochelfenkultstätte kommen.

Fazit Wer die Mephisto noch nicht kennt, sollte spätestens jetzt zugreifen. Seine Stärken hat das Heft definitiv beim Degenesis System (vgl. Ausgabe #46) sowie dem diesmal enthaltenen Opus Anima Abenteuer. Auch die Endzeit-Artikel nebst Zombieleitfaden wissen zu überzeugen. Alle DSA-Fans dürfen sich über das Goodie freuen. Manchmal wünscht man sich jedoch weniger Rezis und mehr, besonders längere oder detailliertere Abenteuer.




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