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Jack Slaughter 8 - Das Herr der Finsternis
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 22.05.2010, Serie: Auditorium, Autor(en): , Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2010, Preis: 8,95 €


Wie immer erscheinen die Abenteuer der "Tochter des Lichts" Jack Slaughter im Doppelpack. Gut für die Fans, denn so können sie sich nach Folge 7 (Dr.Jekyll und Mrs. Hyde) direkt über eine weitere neue CD mit den Abenteuern der eher unfähigen und mehr von Glück als von Können gesegneten Dämonenjäger freuen.

Dabei beginnt die Geschichte zunächst ohne sie, denn Reverend Black, Pfarrer von Jacksonville und ehemaliges Mitglied der Inquisition, hat endgültig die Nase voll von dem Poltergeist, der sich in seiner Kirche eingenistet hat. Einen halb traditionellen, halb offenbar improvisierten Exorzismus später ist er die spukende Hexe los, doch da Luzifer auch nach vielen Jahrhunderten weiterhin maximal genervt von seiner ehemaligen Gefolgsfrau ist, unternimmt er alles, um sie nicht bei sich in der Hölle empfangen zu müssen.
Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände kommt es schließlich dazu, dass der rachsüchtige Geist der Hexe sich in einem wahren Heer der Finsternis manifestiert: Einem gewaltigen Schwarm von Krähen, der sich auf die nächtliche Stadt stürzt.
Und nicht einmal der übliche Aufschrei unseres Helden ("Hilf mir, Ponytail, ich bin die Tochter des Lichts!") hilft diesmal wie erwartet...

Das Heer der Finsternis ist mal wieder ein Highlight der Reihe Jack Slaughter. Die Umsetzung (angefangen von der Aufnahme über die Musik bis hin zu den angeheuerten Sprechern) ist wie immer über jeden Zweifel erhaben; die Produzenten legen sich auch diesmal wieder mächtig ins Zeug. Wie üblich hängt daher die Qualität einer Folge vor allem vom Drehbuch ab.
Und da ist den Autoren der Serie mal wieder ein Meisterstück gelungen. Vor allem die Geschehnisse um die spukende Hexe zeigen, was die Serie beliebt gemacht hat, nämlich eine gute Portion Blödsinn und die überbordende Phantasie der Autoren. Da verzeiht man gern den einen oder anderen Anachronismus und kleine Mängel in der Recherche.
Allerdings kommt man nicht umhin festzustellen, dass es in diesem Abenteuer deutlich heftiger zugeht als in den vorhergehenden Folgen. Der Angriff der Krähen gemahnt natürlich an Hitchcoks Die Vögel, und wenn das Hörspiel auch nicht an dieses Meisterwerk heran reicht, hält es sich aber selbst neben einem solchen Vorbild bemerkenswert gut. Ähnlich wie in Folge 4 (Virus in Jacksonville) geraten unsere Helden in wirkliche Schwierigkeiten, als Das Heer der Finsternis sie mehr und mehr in die Enge treibt. Das geht sogar so weit, dass wirkliche Spannung aufkommt.
Trotzdem, das Hauptaugenmerk auch dieser Folge liegt natürlich auf dem komödiantischen Aspekt, und Fans der Reihe müssen sich keine Gedanken machen, dass man sie möglicherweise mit echtem Horror überfordert.

In jedem Fall also eine uneingeschränkte Empfehlung für Fans der Serie!
Schade nur, dass man nach dem Genuss dieser CD dann doch wieder auf neues Material warten muss, aber ich bin sicher, das nächste Doppel an Folgen kommt bestimmt.




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