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Gabriel Burns #33 - Schmerz
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 24.05.2010, Serie: Auditorium, Autor(en): , Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2010, Preis: 8,95 €


Zugegeben, es ist vielleicht nicht besonders clever in ein Hörspiel erst bei Folge 33 einzusteigen. Schon gar nicht, wenn der eigentliche Hauptdarsteller, namentlich Gabriel Burns, fehlt und nun wirklich nicht, wenn die Folge erst dann erst richtig zur Geltung kommt, wenn man das Äquivalent der Reihe Point Whitmark kennt. Aber normal sind wir bei der LORP ja sowieso nicht.

Alles dreht sich in dieser Folge um einen sichelförmigen Einschluss in einem Bernstein. Dieser sorgte schon im 18. Jahrhundert für eine unglaublich schreckliche Katastrophe - und auch einige Jahrhunderte später hat er nichts von seinem Schrecken verloren.
Aber schön der Reihe nach. Ein Ermittlerteam wird zu einer Fabrik gerufen, angeblich geht es um Betriebsspionage. Wie sich schnell herausstellt ist das grundlegend falsch. Denn einer des Teams hat eine höllische Vision aus dem 18. Jahrhundert. Damals verdorrten die Gräser, den Hunden knickten die Vorderläufe um und jede Berührung der Menschen löste ihnen die Haut von ihren porösen Knochen. Dies alles wird wieder geschehen, denn wie der Titel schon sagt: Schmerz ist das Leitthema in Gabriel Burns Folge Nummer 33.

Eine rasant-brutale Schnitzeljagd um alte Artefakte entbrennt, die so schnell vonstatten geht, dass der geneigte Hörer manchmal gar nicht so recht mitkommt. Der Autor dieser Zeilen musste die Folge gleich zweimal hören um in etwa den Zusammenhang genau zu begreifen. Dafür nimmt einen der Sound richtig mit, im positiven Sinne - es sei denn man mag kein Splatter. Denn für dieses Reihe ist Schmerz anscheinend äußerst blutig. Man hört Knochen brechen, glibbrige Fleischbrocken durch die Gegend flutschen und immer wieder Schreie.
Das Ende kommt nur allzu schnell, so rasant geht alles vor sich. Danach bleibt die Frage, wie man Ausgabe 33 einzuordnen hat. Fans der Reihe wird dies sicher leichter fallen.

Handwerklich gibt es nichts zu meckern. Die Tonqualität passt und wird nie zu laut oder zu leise. Die Inszenierung gelingt und es macht Spaß der Story zu folgen, auch wenn man manchmal nicht weiß, wo man gerade ist oder wie das Team von A nach B kommt. Das Booklet gibt außer Werbung nicht viel her, dafür stimmt der Preis der CD.

Fazit: Ohne die Serie zu kennen, hat mir die Folge auf Anhieb gefallen. Nichts ist zu gewollt komisch und eigentlich immer etwas los. Vielleicht liegt es ja am Thema, dass ich sprichwörtlich Blut geleckt habe und sicher auch in Zukunft mal wieder reinhören werde, wenn es heißt "Es existiert! Es existiert in unseren Träumen, lebt von der Nacht und unserer Furcht. Alles beginnt in Vancouver..."




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