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Agricola – Moorbauern Erweiterung
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 05.01.2010, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Uwe Rosenberg, Verlag: Lookout Games, Seiten: , Erschienen: 2009, Preis: 24,95 €


Agricola hat mehr Preise abgeräumt, als man an einer Hand zählen kann. Da wurde es auch Zeit, dass endlich die erste Erweiterung auf den Markt kommt. Mit den Moorbauern stellen sich die Spieler nun neuen Herausforderungen.

Die recht große Box macht optisch gut was her. In ihr finden sich zahlreiche, neue Pöppel, Karten und ein Beutel voller Holzpferdchen. Das Regelheft erklärt lediglich die Neuerungen dieser Erweiterung, die ohne das Basisspiel sowieso nicht spielbar ist. Dafür sind diese ratz-fatz gelesen, und wer das Spielprinzip schon verinnerlicht hat, kann sofort loslegen.

Die erste Neuerung besteht aus Standortkarten, welche die Spieler zu Anfang ziehen. Auf ihnen sind immer andere Startpositionen dargestellt, die jeweils zwei Holzhüttenräume sowie fünf Moor- und fünf Waldfelder zeigen. Diese Felder müssen von den Bauern erst nutzbar gemacht werden. Die geschieht über neue Aktionskarten, welche man nutzen kann, ohne Personen einzusetzen. Mit ihnen kann man unter anderem Wälder abholzen, brandroden oder Torf gewinnen.
Torf braucht man, um Brennwerte zu erzeugen. Denn zusätzlich zur Ernährung der Familienmitglieder in der Erntephase, muss man nun auch die Räume heizen. Je nachdem wie gut das Haus renoviert ist, zahlt man weniger davon (Lehm isoliert einfach besser als Holz). Kann man sein Haus nicht heizen, werden Familienmitglieder krank und müssen zum Arzt.
Natürlich gibt es wieder reichlich neue Anschaffungen, große wie kleine. Für Letztere gibt es jeweils ein Set für Einsteiger und eines für Fortgeschrittene. Diese drehen sich natürlich um das Leben im Moor und um die Pferdezucht. Jene erweitert das Spiel um eine neue Tiergattung und somit auch um neue, schöne Holzfigürchen. Die neuen Anschaffungen können nicht sofort genutzt werden. Alles, was geheizt werden muss, erfordert zuerst den Einsatz von Brennwerten und somit den Abbau von Torf, das man wiederum aus den Moorblättchen gewinnt.

Die Erweiterung ist in drei verschiedenen Varianten spielbar. In der ersten Version fallen die kleinen Anschaffungen weg. In der zweiten kommen diese dazu. In der dritten vermischt man die Karten des Basisspiels mit jenen der Erweiterung. Natürlich gibt es auch wieder Regeln für das Solospiel.

Fazit: Insgesamt liegt uns eine äußerst gelungene Erweiterung vor, die den sowieso schon hohen Spielspaß Agricolas mit neuen Elementen ergänzt. Die Aufgabe, den eigenen Hof und dessen Umgebung erst nutzbar zu machen, ist eine dankbare Abwechslung. Schön ist auch, dass dazu keine Personen gebraucht werden und man so nicht erneut vor die schwierige Wahl gestellt wird, was man mit den eh schon knappen Arbeitskräften anstellen soll. Für Fans Agricolas unabdingbar!




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