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Mystery Rummy, Fall 2: Edgar Allan Poe – Doppelmord in der Rue Morgue
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 06.01.2010, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Mike Fitzgerald, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2009, Preis: 9,95 €


Die Schmiede des geflügelten Pferdes entführt uns erneut über das Rommé-System inmitten eines Kriminalfalls. Nachdem wir im ersten Fall "Jack the Ripper" fassten oder entkommen ließen, wartet nun ein weiterer, skrupelloser Mörder darauf, gestellt zu werden.

Das Spiel dreht sich um eine von Poes bekanntesten Geschichten: "(Doppel-)Mord in der Rue Morgue". Die Spieler müssen Hinweisen nachjagen, Schlüsse ziehen und unter Umständen auch Hilfe in Anspruch nehmen, um letztendlich den Mörder zu stellen.
Dabei bleiben die grundlegenden Elemente, die bereits aus dem ersten Teil bekannt sind, weitgehend erhalten:
Die Spieler sammeln Hinweise und dürfen diese in Form von "Meldungen" (drei einer Farbe) auslegen. Sie dürfen im Weiteren durch gleiche Karten ergänzt werden, auch von Mitspielern, die diese auf ihre Seiten spielen. Pro Zug darf jeder Spieler zusätzlich ein Ereignis ausspielen. Mit ihnen kann man neue Karten ziehen, abgelegte Karten aus dem Stapel holen, oder eine Karte unter dem Orang-Utan hervorholen.
Dieses Element wurde in diesem Fall neu eingeführt: Da der Affe der Mörder ist, muss man ihn stellen. Eine Karte, die ihn zeigt, liegt abseits. Unter diese kommt von Anfang an eine vorbestimmte Anzahl an Karten. Spielt jemand eine "Meldung", so muss er den Orang-Utan füttern. Hierfür nimmt er die oberste Karte vom Stapel und legt diese, oder die oberste Karte des Ablagestapels, unter den Affen. Wer das Spiel gewinnt, also die letzte Karte abwirft, hat den Affen gefangen und darf sich alle Karten unter ihm nehmen. Alle nützlichen Karten geben Pluspunkte. Natürlich geben auch alle Hinweise und die meisten Ereignisse Punkte.
Zwei weitere neue Elemente sind "Brilliante Schlussfolgerungen" und korrespondierende Meldungen. Erstere kann man spielen, wenn Meldungen von zwei passenden Farben im Spiel sind. Sie geben Extrapunkte. Letztere ergänzen sich farblich und bringen ebenfalls Extrapunkten, wenn man sie auf seiner Seite hat.

Es ist schön, dass sich das zweite Spiel in wesentlichen Punkten vom ersten Fall unterscheidet. So kommt nicht, wie befürchtet, Langeweile auf. Das Spiel gestaltet sich ein wenig anders, Kenner der ersten Version finden sich jedoch rasch hinein. In der Zweispielerversion entwickelt sich Fall 2 ein wenig zäher. Oft warten beide Spieler am Ende auf die richte Karte. Wer Glück hat, beendet das Spiel und hat dann gleich einen Batzen Karten, die unter dem Affen lagen. In der Vierspielerversion bilden je zwei Spieler ein Team.

In Sachen Ausfertigung gibt es nichts zu meckern. Die Karten kommen wie immer in einer Box, die wie ein Buch aufgebaut ist. Die Karten sind griffig, robust und abwaschbar. Diesmal wurde sogar darauf geachtet, dass sich die Kartenfarben nicht zu sehr ähneln.

Fazit: Wer den ersten Fall mochte, darf mit ruhigem Gewissen auch zum zweiten greifen. Er bringt die notwendige Abwechslung durch neue Rommé-Elemente und wird sicherlich lange für Freude sorgen. Bei dem Preis kann man einfach nichts falsch machen. Einsteiger können des Weiteren problemlos auch mit dieser Version anfangen. Doppelmord in der Rue Morgue ist somit rundum gelungen und das ideale Kartenspiel für zwischendurch!




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