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Wings of War WWII Miniaturen, Serie 1
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 05.12.2009, Serie: Tabletop, Autor(en): Angeolino, Paglia, Verlag: Mad Man's Magic, Seiten: , Erschienen: 2009, Preis: je 9,90 €


Wie schon in den Produkten zum Ersten Weltkrieg, erfährt auch diese Produktlinie des italienischen Herstellers Nexus Editrice (in Deutschland Mad Man’s Magic) eine dreidimensionale Umsetzung in Form von Miniaturen. Dabei wurde ein kleinerer Maßstab als bei den Doppeldeckern gewählt, um die Maschinen nicht zu groß ausfallen zu lassen.

Die erste Serie widmet sich den klassischen Jägern zweier unterschiedlicher Schauplätze: der Luftschlacht um England sowie dem Krieg über dem Pazifik. Dabei gibt es jeweils drei Versionen eines Flugzeugtyps, worin sich wiederum eine Version von den anderen beiden in Panzerung oder Feuerkraft unterscheidet. Natürlich sind alle Maschinen auch unterschiedlich bemalt.

Für den europäischen Luftraum liefert der Hersteller drei Supermarine Spitfire (eine MK.I und zwei MK.II) der Piloten Eric Clive Le Mesurier, Adolphe Vybral und Jan Falkowski. Auf Seiten der Deutschen fliegen natürlich Messerschmitts des Modells Bf-109 (zwei E-3 und eine E-4) der Piloten Werner Mölders, Wilhelm Balthasar sowie Adolf Galland. Die Hakenkreuze auf den Seiterudern der deutschen Maschinen wurden verfremdet.
Über den Pazifik erheben sich auf amerikanischer Seite Grummann Wildcats (zwei F4F-3 und eine F4F-4) der Piloten Robert Edward Galer, Alan F. Black und Hamilton McWorther. Auf Seiten der Japaner fliegen Mitsubishi A6M2 Reisen "Zero" unter Tadashi Kaneko, Saburo Sakai sowie Saburo Shindo.

Die Verarbeitung der Modelle sowie ihre Bemalung sind wie immer tadellos. Für diese hohe Qualität erscheint auch der Preis äußerst angemessen. Leider fallen die Flugzeuge durch den Maßstab auch ein wenig kleiner aus als die Doppeldecker. Natürlich gibt es zu jedem Modell auch wieder die benötigten Manöverkarten, deren Hintergrund je nach Kriegsschauplatz entweder Wasser oder Landschaften sind. Dabei wurden diesmal offensichtlich Fotografien verfremdet.
Allerdings wird mit der Thematik des Zweiten Weltkriegs auch ein generelles Problem für die Veröffentlichungspolitik auftreten: Jede Serie wird sich wahrscheinlich zur Hälfte dem Pazifik und zur anderen Hälfte Europa widmen. Dies bedeutet wiederum, dass man nicht alle Flieger kombinieren kann (wenn man historisch korrekt bleiben möchte).
Anlass zur Kritik war bei den Modellen des Ersten Weltkriegs bisher immer die Fixierung der Flugzeuge in ihren Verpackungen. Daran hat sich auch in dieser Serie nichts geändert. Da die Modelle aber nur über eine Tragflächenebene verfügen, geht das Herauslösen leichter von der Hand.

Fazit: Nexus beweist mal wieder viel Feingefühl bei seinen Miniaturen. Die Modelle überzeugen sowohl im Preis als auch in Verarbeitung und Bemalung. Die Konzentration auf zwei unterschiedliche Kriegsschauplätze dient der Vielfalt und sicherlich auch dem Erschließen mehrerer Zielgruppen. Und wer einmal Feuer gefangen hat, will sie sowie so alle haben, was bei dem recht niedrigen Preis nicht gleich zur Privatinsolvenz führt. Das kann man nun wirklich nicht von allen Miniaturenspielen sagen.




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