Willkommen Gast - LORP.de v2.45.00
LORP.de  
Seite drucken Seite empfehlen Leserbrief schreiben Translate into English with Google
 

Startseite » Rezensionen » Tabletop » Wings of War Miniaturen: WWI Serie 3

Wings of War Miniaturen: WWI Serie 3
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 07.11.2009, Serie: Tabletop, Autor(en): , Verlag: Mad Man's Magic, Seiten: , Erschienen: 2008, Preis: 9,90 € - 12,90 €


Mit der dritten Serie der Fliegerminiaturen aus dem Ersten Weltkrieg setzt Mad Man’s Magic als deutscher Vertreter von Nexus die Erfolgsgeschichte des kleinen Kartenspiels fort, das sich zu einem Tabletop erster Klasse entwickelte.

Endlich werden den Geschichtsversessenen auch Doppeldecker aus den Anfängen des Krieges geliefert: Auf der alliierten Seite ist dies die Nieuport 17 mit den Piloten Lufbery & Thenault (hier sind sogar zwei Flugzeugkarten enthalten), Nungesser und Kibanov. Auf Seite der Deutschen kann man nun die Albatross D.III fliegen und die Rolle folgender Piloten schlüpfen: Brumovski (als Klon des roten Barons), Hautzmayer und Voss.
Aber auch Freunde der Zweisitzer bekommen wieder ordentlich Hardware zum Verheizen. Dabei kann vor allem das Großflugzeug RAF R.E. 8 auf Seiten der Alliierten begeistern, das mit der grünen Aviation Militaire eine italienische Version liefert. Zudem gibt es die Engländerteams Ferguson & Fry, sowie Longton & Carson. Aber auch der Gegenpart soll erwähnt werden. Mit der UFAG C.I kommt ein keiner, schneller Zweisitzer auch ins deutsche Lager. Neben zwei allgemein gehaltenen Versionen "Luftfahrttruppen 1 und 2", gibt es noch Flick 23/D.

Als Fan kann man es eigentlich kaum mehr erwarten, wann die neuen Serien zu diesem Spiel herauskommen. Ich kenne niemanden, der jetzt noch mit den Karten spielt. Die kleinen, wunderschön gestalteten Miniaturen sind preiswert, robust und machen einfach Spaß. Mit den Zweisitzern kam ein neues Element ins Spiel, mit denen Bombenmissionen noch prickelnder werden. Denn besonders die alliierten Großflugzeuge sind klobig und langsam, was die irren aber vor allem irre tollen Manöver Immelmann und Split-S ausschließt. Man muss mit ihnen somit taktischer agieren oder auf Begleitschutz hoffen. Die Bordschützen ergeben ihr Übriges.
Schön, dass der Hersteller auch Wert auf die etwas exotischen Versionen der Österreicher oder der Italiener legt. Diese erhöhen das Flair ungemein. Man darf sich nur fragen, wann endlich die Türken kommen, die mit ihren eigenartigen Logos (das deutsche Kreuz wurde einfach mit einem schwarzen Viereck überpinselt) und Bemalungen sicherlich noch ein wenig mehr Farbe ins Spiel bringen würden. Auch wären gekaperte, feindliche Flugzeuge mit neuem Abzeichen ein Augenschmaus, den man sich bis jetzt leider nur selbst mit Pinsel und Farbe ermöglichen muss.

Negativ fallen wie immer die Verankerungen der Flugzeuge in ihrer Schachtel auf. Kann man die feinen Plastikbeulen bei den kleinen Flugzeugen, noch relativ einfach mit einer Taschenmesser-Aale zurecht biegen, stellen einen die Großflugzeuge vor schwierigeren Aufgaben. Zum einen sind diese gleich an vier Seiten verankert und zum anderen liegen die Flügel direkt an der Plastikverpackung an, so dass man nicht mehr direkt an die Verankerungen kommt. So wird die Verpackung zum Überraschungs-Ei ohne Schokolade, denn man hat was zum Spielen und Spannung beim Herausbasteln.

Fazit: Ich kann mir Wings of War ohne die kleinen und großen Flieger gar nicht mehr vorstellen. Wer sich das Spiel kauft, wird schnell feststellen, dass es sich lohnt von den Karten auf die Modelle umzusteigen. Dabei beweist der kleine, italienische Hersteller sowohl mit dem Spielprinzip als auch mit der Verarbeitung der Teile Qualitäten, so dass sich die Marktführer ruhig peinlich berührt fühlen dürfen. Hut ab und bitte weiter so, wir warten sehnlich auf Serie vier!




LORP.de Copyright © 1999 - 2017 Stefan Sauerbier, Alle Rechte vorbehalten.