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Tabletop Insider #02 - Oktober/November 2009
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 23.05.2010, Serie: Zeitschriften, Autor(en): , Verlag: Verlag Martin Ellermeier, Seiten: 68, Erschienen: 2009, Preis: 4,95 Euro


Seit letztem Jahr hat sich die Tabletop-Fraktion aus dem Mephisto ausgegliedert. Herausgekommen ist der Tabletop Insider, welcher für sich selbst mit "1 Magazin für alle Tabletop-Spiele & Miniaturen" wirbt. Wird das Heft dem Anspruch gerecht?

Nach dem üblichen Vorgeplänkel wie Vorwort und Inhaltsverzeichnis folgt "Jacks and the City", eine recht unterhaltsame Kolumne zu Neuerscheinungen und persönlichen Erfahrungen im Tabletop-Universum (zwei Seiten).
Zehn weitere Seiten behandeln dann detaillierter die neuen Produkte der großen Tabletop-Hersteller, allem voran Warmachine von Privateer Press. Nach zwei Seiten Erfahrungsberichte über diverse Veranstaltungen, behandeln vier Seiten Neuigkeiten aus dem Brettspielbereich.
Dann wird es schon ein wenig konkreter. Die bereits in der ersten Ausgabe begonnene Warhammer 40.000-Kampagne wird mit "Das Geisterhaus", einem Bonus-Szenario für Imperiale, sowie "Der rotä Baron", dem Äquivalent für Orcs auf jeweils zwei Seiten fortgesetzt. Jedes Szenario beinhaltet einleitend einen kleinen Stimmungstext, sowie Karten und Erklärungen zu den Missionen.
Den umfangreichsten Teil bildet thematisch das Spiel Warmachine. Sechs Seiten über "Khador" erläutern die Eigenheiten der Fraktion und erklären wie man eine Liste aufbaut, sowie mit und gegen sie spielt. Der Artikel ist durchaus unterhaltsam geschrieben, strotzt aber nur so von Spezialbegriffen. Es folgen zwei Seiten mit dem Szenario "Fütterungszeit", in welchem passend eine khadorianische Truppe eine wilde Horde aufhalten muss, sowie drei Seiten Interview mit dem Turnierspieler Maik Travato. Gerade letzter Teil ist auch für Spieler interessant, die mit Warmachine nichts anfangen können, erläutert Travato doch einige generelle Sachen zum Thema Tabletop und Modellbau.
Durchaus interessant liest sich "Die träumende Gottheit" (sechs Seiten) zum System Anima. In diesem Szenario versuchen zwei Gruppen eine im Dschungel versteckte Statue zu finden und mittels Blutopfer einen Dämon zu befreien. Die beschriebene Mission, sowie die hinzugefügten Sonderregeln zum Dschungel sind durchaus interessant und bringen sicher mächtig Abwechslung ins Spiel. Gleich mitgeliefert wird ein Spielbericht, welcher atmosphärische Beschreibung neben konkreten Spielzügen stellt und so das Bild abrundet.
Die "Dunkelstadt" in der Rubrik "Geländebau" lässt sicher alle Herzen alter Tabletop-Hasen höher schlagen. Inspiriert von der Mutter aller generischen Fantasy-Brettspiele HeroQuest (Talisman mal außen vor gelassen), haben ein paar kreative Geländebauer eine Stadt entworfen, die ihresgleichen sucht. Es darf gestaunt werden (vier Seiten)!
Anschließen behandelt die "Systemübersicht" napoleonische Tabletops mehr oder weniger ausführlich. Es folgt eine knappe Seite mit einer groben Vorstellung des neuen Systems Dark Age, welche über einen Appetizer aber nicht hinauskommt.
Die folgenden zwei Seiten sind dann wieder etwas für jeden - "Base Gestaltung" erklärt wie einfach man eine Wüsten- oder Waldbase modelliert; schön anzusehen und anschaulich geschrieben.
Das Heft schließt mit neun Seiten Rezensionen quer durch das Genre mit besonderem Fokus auf Blood Bowl.

Noch kurz ein abschließendes Wort zur Aufmachung. Die Verarbeitung des Heftes ist tadellos und rechtfertigt sicher auch den Preis. Layout, Grafik und Flufftext ergänzen sich wirklich gut und sorgen für Stimmung. Die Miniaturen sind sehr gut in Szene gesetzt.

Fazit: Die Aussage "1 Magazin für alle Tabletop-Spiele & Miniaturen" ist meiner Ansicht nach sehr gewagt, liegt zumindest bei dieser Ausgabe ein deutlicher Schwerpunkt auf Produkte von Games Workshop und Privateer Press. Wer damit nichts anfangen kann, fühlt sich in der ersten Hälfte des Heftes doch arg verloren. Die universellen Artikel lockern das Heft gegen Ende aber deutlich auf und können auch andere Leserkreise für sich gewinnen. Insgesamt ein rundes Produkt, wenn man den gesetzten Schwerpunkt mag.




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