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Wings of War - Burning Drachens
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 31.12.2009, Serie: Tabletop, Autor(en): Andrea Angeoline, Verlag: Mad Man's Magic, Seiten: , Erschienen: 2008, Preis: 19,95 €


Die dritte, deutsche Box-Erweiterung des Erfolgsspiels Wings of War für den ersten Weltkrieg, bringt endlich die Riesen an den Himmel: Ballons! Also Raketen an die Flügel und ab in die Luft, der Flying Circus lädt zum Tanz…

Die Ausstattung der kleinen Box ist gewohnt gut: Es finden sich zwei doppelseitig bedruckte Planungskarten aus harter Pappe, reichlich Counter und einige Sätze an Karten. Diese teilen sich in Schadensdecks (A, C und D), Manöverdecks (I und J, sowie Sink- und Steigflüge für die Decks A bis J), einige Bodenzielkarten (Gräben, Objekte, Flaks) und natürlich neue Flugzeuge: Die Albatross D.III (drei Karten), die Pfalz D.III(a) (drei Karten) auf deutscher Seite, sowie die Nieuport 17 (acht Karten) und die Nieuport 23 (zwei Karten). Dabei begeistern vor allem die erbeuteten Versionen der deutschen und der Türken.
Eine Augenweide sind aber vor allem die Ballonkarten, welche doppelseitig bedruckt sind und ein völlig neues Element ins Spiel bringen: Vier Ballons auf deutscher Seite (drei Achthundert Englisch AE 800, ein Parseval-Sigsfeld), sowie vier auf alliierter Seite (England: Parseval-Sigsfeld, Italien: Avorio-Prassone AP, Amerika: Caquot M, Frankreich: Caquot M).

Die Regeln sind so gestaltet, dass jeder neue Spieler auch mit diesem Set beginnen kann, ohne die vorherigen besitzen zu müssen. Auf Miniaturen wird jedoch nicht eingegangen, was allerdings nicht weiter stört.
Das Spielprinzip bleibt natürlich das gleiche. Jede Runde spielt man drei Manöverkarten, setzt jeweils seine Flugzeugkarte vor die Manöverkarte und überprüft, ob sich ein Gegner in Schussreichweite befindet. Eine Neuerung sind die Höhenregeln: Mittels neuer Marker wird die jeweilige Höhe der Flugzeuge angezeigt. Durch die neuen Sink- und Steigflugkarten wechselt man zwischen den Levels. Des Weiteren werden die Regeln für den Luft-Bodenkampf erläutert.

Der Grund, warum man diese Erweiterung kauft, wird aber sicherlich die Gelegenheit sein, Ballons anzugreifen. Diese bewegen sich nicht durch Manöverkarten, nehmen aber strategische Punkte ein. So können sie als Sperre der Flugzeuge dienen, wenn man zwischen ihnen Stahlseile spannt und so die Bombardierung einer Fabrik blockiert. Das Ziel ist also klar: Die Dinger müssen vom Himmel!
Und das geht so: Entweder man feuert regulär auf sie, oder man lädt Raketen. Diese erfordern ein wenig Geschickt, dafür hat der Ballon jedoch eine gute Chance das Brennen anzufangen. Und anders, als bei Flugzeugen, brennt der Ballon erst aus, wenn er zerstört ist. Im Gegenzug besteht die Gefahr, dass der Angreifer mit dem Ballon kollidiert oder von einer Explosion mitgerissen wird. Um den Ballon zu retten, kann man ihn zu Boden ziehen. Er verliert somit an Höhe, wobei hier die neuen Höhenregeln gleich Anwendung finden können.

Fazit: Alles in allem ist Burning Drachens eine wundervolle Erweiterung im Wings of War Universum. Die Ballons stellten eine Besonderheit des ersten Weltkriegs dar und dürfen bei diesem Spiel einfach nicht fehlen. Auch als Miniaturenspieler darf man gerne zugreifen, wenn man nicht auf die Modelle dieser Riesen warten möchte. Kaufbefehl!




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