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Musketiere
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 07.09.2009, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Franz-Josef Lamminger, Verlag: Pegasus Spiele GmbH, Seiten: , Erschienen: 2009, Preis: 12,95 Euro


Pegasus-Spiele hat sich an einen Klassiker der Literatur (Die drei Musketiere) herangewagt und das mit Erfolg.
Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Musketieren, die im Dienst der Königin drei wertvolle Edelsteine beschaffen sollen. Leider mischen Kardinal Richelieu und seine Garde mit und sabotieren die Spieler, wo sie können.

Als Lohn am Ende winken den Musketieren Silberstücke, die auch über Sieg oder Niederlage entscheiden. Vereinfacht beschrieben geht das so: Die Spieler bekommen zwölf Musketierkarten, die Werte von null bis zehn zeigen. Davon wählen sie drei Karten aus, die sie als Soldkarten beiseite legen. Der Wert der Karte zeigt dabei die Zahl der Silberstücke an, die sie bei der Endabrechnung bringen kann. Ebenfalls im Spiel sind die Gardekarten (Richelieus Leute), die Werte von vier bis 40 aufweisen. Diese Karten werden gemischt und verdeckt als Stapel auslegt.
Die erste Karte wird aufgedeckt und die Spieler suchen sich nun verdeckt und ohne Absprache jeweils eine ihrer neun Musketierkarten aus, die sie in den folgenden Kampf einbringen wollen. Danach werden die Werte aller Musketierkarten addiert und mit dem Wert der Gardekarte verglichen.
Gleichstand oder ein Plus für die Musketiere bedeuten einen Sieg. Der Spieler, der die höchste Musketierkarte eingebracht hat, bekommt in diesem Fall dafür einen Edelstein, den er auf eine seiner Soldkarten legt. Diese bringt bei der Endabrechnung doppeltes Silber. Unterliegen die Musketiere, muss der Spieler, der die schwächste Musketierkarte in den Kampf geschickt hat, eine Gefängniskarte auf eine seiner Soldkarten legen. Diese wird am Ende nicht gewertet.
Dieses Prozedere wiederholt sich, bis alle Spieler ihre neun Karten losgeworden sind oder ein Spieler alle drei Edelsteine besitzt.
Wie man sieht, ist das Spiel einfach und mischt taktische Anforderungen mit reinem Glück. Im Spieltest war überraschenderweise sogar die Variante mit nur zwei Spielern sehr unterhaltsam.
Die Ausstattung des Spiels unterstreicht den insgesamt sehr positiven Eindruck. Die Karten liegen z.B. in einem Plastikrahmen mit Überzug im Samtlook, der wiederum in einer Metalldose seinen Platz findet. Das Design ist gelungen und die Spielanleitung übersichtlich und vorbildlich aufgebaut. Ein Spieleinstieg ist damit nach wenigen Minuten möglich.

Fazit: "Musketiere" weiß in jeder Hinsicht zu gefallen und eignet sich für das schnelle Spiel zwischendurch ebenso wie für längere Abende.




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