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Gabriel Burns 32 - Die, die nicht bluten
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 28.10.2009, Serie: Auditorium, Autor(en): , Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2009, Preis: 8,95 €


Joyce Kramer und Larry Newman suchen immer noch in Vancouver nach Spuren der Zwei Horizonte, als sie plötzlich einen Anruf von Sonny Haseltine erhalten, dem ehemaligen Verleger von Steven Burns.
Er wohnt mit seiner Tochter momentan in einem Hotel unweit von Vancouver. Das Mädchen liegt im Koma, ruft dabei jedoch immer wieder nach Steven Burns.
Als Joyce und Larry dort ankommen, erkennen sie jedoch, dass nicht nur das Verhalten von Sonnys Tochter Rätsel aufgibt, sondern die gesamte Situation in dem Hotel genauso merkwürdig ist. Kaum einer der anwesenden Gäste scheint noch klar denken zu können. Sie alle leben in einer Scheinwelt, in der die Wirklichkeit gnädiger ist als die grausige Realität. Nur die geheimnisvolle Autorin Tamara Green, scheint im Hotel die Wahrheit zu erkennen.

Zwischenbemerkung: Ich liebe Geschichten, bei denen mit der Realität ein wenig gespielt wird. Man weiß nie genau, was nun Wirklichkeit ist und was den Träumen oder Wahnvorstellungen eines Charakters entspringt. Von daher habe ich die letzten beiden Folgen um die gefallene Stadt Vancouver sehr genossen, in denen dieses Stilmittel immer wieder geschickt genutzt wurde.
Bei die, die nicht bluten wird diese Art der Erzählung allerdings mit einer selbst für Gabriel Burns heftigen Dosis Splatter-Horror "garniert", die sicher nicht jedermanns Sache ist.
Wer aber mal die eine oder andere Ekelszene erträgt, wird mit einer wirklich grausigen Geschichte belohnt, wiederum relativ in sich abgeschlossen wie schon Folge 31, Rand der Gezeiten.
Soll dies der neue Weg für Gabriel Burns sein? Kleine Kapitel eines großen Ganzen, die man auch für sich betrachtet genießen kann, ohne dass dabei das Gesamtbild verloren geht? Ich denke, dass manche sich davon sicherlich mehr angesprochen fühlen als von einem großen Moloch von Handlung in unendlich vielen Teilen, die alle aufeinander aufbauen.
Ich denke, nur die Zeit (und der weitere Erfolg der Serie) wird erweisen, wer denn nun Recht hat.

Technisch ist natürlich mal wieder alles im Lot, wie immer bei Volker Sassenbergs Produktionen. Der Mann versteht einfach etwas davon, ein Drehbuch spannend und mitreißend zu vertonen.
Ansonsten habe ich mich gefreut, dass der seit der ersten Folge immer wieder mal auftauchende Sonny Haseltine einen weiteren Auftritt hat, was vor allem auch wegen des hervorragenden Sprechers Engelbert von Nordhausen immer wieder erfreulich ist.

Fazit: Eine ganz große Empfehlung für Freunde des gepflegten Horror-Hörspiels, wenn auch Späteinsteiger sich vielleicht eher an Teil 31, Rand der Gezeiten, versuchen sollten. Oder eben für den Fan mit großem Hörbedarf an Folge 1, Der Flüsterer.
Wenn am Ende dieser Folge Bakerman davon spricht, dass er herausgefunden hat, wo sich die letzten, bislang unbekannten Fahlen Orte befinden, dann bin ich als Zuhörer sogar wieder gespannt, wie die eigentliche Geschichte der Serie weiter geht.
Und wenn ich ehrlich bin, damit hatte ich vor einigen
Folgen nicht mehr gerechnet.




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