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Offenbarung 23 - Teil 1: Wer erschoss Tupac?
Von André Wiesler

Rezension erschienen: 20.07.2009, Serie: Auditorium, Autor(en): Jan Gaspard, Verlag: LPL records e.K., Seiten: 63 Minuten, Erschienen: 2005, Preis: 5,95 €


Anmerkung: Besprochen wird die bei www.audible.de erhältliche Download-Version des Hörspiels.

Vorbemerkung: Es liegt in der Natur einer Serie über Verschwörungstheorien, dass über den Inhalt jeder Folge nur Andeutungen gemacht werden können, will man nicht zuviel verraten. Außerdem wollen SIE nicht, dass ihre Geheimnisse offenbart werden...

Georg Brand, der unter dem Pseudonym "T-Rex" als Hacker unterwegs ist, stolpert über eine CD, auf der Tupac, der tote Rapper, offensichtlich auf Deutsch singt. Als er beginnt, dem Ursprung dieser CD nachzuforschen, ergibt sich eine Spur zu Tron, dem sagenumwobenen Hackeridol. Zweifel über den Tod Tupacs kommen auf...

Offenbarung 23 ist, das sei vorweggesagt, eine Reihe der Logeleien und Gespräche. Immerhin soll hier die Wahrheit über all die Verschwörungen offenbart werden, die da draußen im Dunkeln geschmiedet werden. Man vermutet die Iluminaten, Skulls und Freimaurer hinter der nächsten Ecke. Eine erste Folge, in der es um tote Hacker und Rapper geht, ist darum vielleicht nicht der ideale Auftakt. Die Reihe, soviel sei späteren Rezensionen vorweggenommen, kommt jedoch schnell in Tritt und nimmt sich populärerer Verschwörungstheorien an.

Es gibt eine Menge typischer Hörspielsätze, die dem Hörer erklären, was er in einem Film sehen würde ("Oh nein, er hat eine Pistole") und viele logische Schlüsse werden in mehr oder weniger guten Dialogen aufgedeckt. Dies löst die Serie oft eleganter als andere Hörspielreihen, aber Action darf man nicht erwarten und man sollte bereit sein, aufmerksam zuzuhören. Für eine Autofahrt ist Offenbarung 23 so beispielsweise nur bedingt geeignet - die Gefahr, für das Verständnis wichtige Dinge zu überhören, ist sehr groß.

Die Sprecher sind handverlesen, z.B. Helmut Krauss als Erzähler, David Nathan als T-Rex, Lutz Riedel als Polizist Wim Banner und als hübscher Gag: Dagmar Berghoff als Nachrichtensprecherin. Wie nicht anders zu erwarten, liefert dieses Aufgebot Topqualität ab.

Musik und Schnitt unterstützen die Handlung und sind handwerklich solide.

Fazit: Die Reihe startet vom Thema her etwas unglücklich, aber in ansonsten guter Qualität. Wer Filme wie 23 – Nichts ist so wie es scheint und Verschwörungstheorien mag, ist mit Offenbarung 23 gut beraten. Wer actionreiche Handlung sucht, wird sich hingegen nur schwer begeistern können.




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