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Tote Paten küssen besser
Von Michael Schmitt

Rezension erschienen: 19.10.2009, Serie: Belletristik, Autor(en): Casey Daniels, Verlag: Feder und Schwert, Seiten: 316, Erschienen: 2009, Preis: 10,95 Euro


Pepper Martin ist eine hübsche und intelligente junge Frau von wohlhabender Herkunft. Leider ist es damit aber vorbei, seit ihr Vater, ein angesehener Schönheitschirurg, wegen Abrechnungsbetrug mit einer Krankenkasse im Gefängnis sitzt. Seitdem ist ihre schöne heile Welt aus den Fugen geraten. Nun muss sie versuchen auf eigenen Beinen zu stehen und findet einen Job als Touristen-Führerin auf einem historischen Friedhof.

Als Pepper auf einem Rundgang mit einer Touristen-Gruppe plötzlich von Gus Scarpetti - einem ehemaligen Mafiaboss, der schon seit 30 Jahren tot ist – angesprochen wird, beginnt sie auch noch an ihrem Verstand zu zweifeln. Ob das mit dem kleinen Unfall zusammenhängt, bei dem sie sich an dessen Mausoleum den Kopf gestoßen hat?
Ein Arztbesuch mit einer Computertomographie ohne Befund hilft ihr dabei leider auch nicht weiter. Nur Dan, ein junger, in den Augen Peppers süß aussehender und somit sehr interessanter, Arzt interessiert sich für ihre Gehirnlappen und nimmt sie in eine besondere Studie auf.
In der Zwischenzeit lässt Gus Scarpetti Pepper nicht in Ruhe und bittet sie, den an ihm vor 30 Jahren verübten Mord aufzuklären. Gar nicht so einfach, da sie ja zu dieser Zeit selbst noch nicht gelebt hat. Um den lästigen Gus loszuwerden beginnt sie dennoch mit Recherchen, die zunächst daraus bestehen, sich mühselig durch alte Zeitungsartikel zu wühlen. Im alten Polizeimuseum trifft sie auf den äußerst attraktiven Quinn von der Mordkommission, der sich mit Rudy Scarpetti beschäftigt, dem Sohn von Gus Scarpetti, der dessen Arbeit weiterführt und sein Nachfolger ist. Unter dem Vorwand ein Buch über Gus zu schreiben, sucht Pepper Rudy Scarpetti auf um ihm ein paar Fragen zu stellen. Aber auch der Besuch eines eigens eingerichteten Altersheims für Gus‘ ehemaligen Mitarbeitern bringt keine neuen Erkenntnisse. Kurz darauf entgeht Pepper nur knapp einem Mordanschlag durch Rudy Scarpettis Handlanger. Immer weiter verstrickt sich Pepper in die Geschichte der Familienbande von Gus Scarpetti und dessen ehemaligen Mitarbeiter.

Leider ist der Titel des Buches zunächst etwas verwirrend und somit recht unpassend. Bei dem Paten handelt es sich nicht etwa um einen Taufpaten oder ähnliches, sondern vielmehr um die übliche Bezeichnung eines Mafiabosses. Ob dieser nun auch besser küssen kann als ein Lebender verrät das Buch ebenfalls nicht. Ansonsten ist die Übersetzung aus dem Englischen gut gelungen.

Fazit:
Tote Paten küssen besser ist ein leichter Krimi mit einem sympathischen und harmlosen Geist als Auftraggeber. Das Buch bietet lockeres Lesevergnügen mit wenig Tiefgang und einer Prise Erotik.




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