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Stephen King - Der dunkle Turm 01 - Der Revolvermann
Von Martin Wagner

Rezension erschienen: 22.07.2009, Serie: Comics, Autor(en): Stephen King, Robin Furth, Peter David, Jae Lee, Verlag: Splitter Verlag GmbH & Co. KG, Seiten: 236, Erschienen: 2009, Preis: 39,80 EUR


Einige Jahre sind vergangen seit der letzten Band der Sage Der Dunkle Turm von Stephen King zu einem Abschluss kam. Jetzt, nachdem auch die Filmrechte endlich vergeben wurden, gibt es auch einen Comic zu Stephen Kings wichtigstem Werk. Am Comic mitgearbeitet haben, neben dem Autoren selbst, auch Robin Furth, Kings Rechercheurin, und Peter David, Comic-Autor bei Marvel und bekannt geworden unter anderem durch Hulk, Spider-Man und Wolverine. Als Zeichner wurden Jae Lee und als Kolorist Richard Isanove ausgewählt. Lee hat unter anderem bei Ultimate Fantastic Four mitgewirkt, Isanove kolorierte Wolverine: Origin.

Die hier rezensierte Sammlerausgabe beinhaltet auf 240 Seiten die sieben ersten in Heftform erschienenen Comics zur Serie. Als zusätzliche Inhalt gibt es einen offenen Brief von Stephen King zum Comic, Karten der Baronien, in der die Geschichte spielt und Hintergrundinformationen zur Mittwelt, der Magie, dem Dunklen Turm, Legenden und verschiedenen Riten. Als besonderes Präsent beinhaltet die Sammlerausgabe einen Druck, der einen der Hauptcharaktere des Comics zeigt: Susan. Das ist jede Menge für eine dazu noch hochwertige Sammlerausgabe, aber nur so lässt sich auch der Preis von 39,80 € rechtfertigen.

Der Comic erzählt, nach einem kurzen Einstieg, die den erwachsenen Revolvermann bei der Verfolgung des schwarzen Mannes zeigt, die Geschichte des jungen Roland Deschain und seinen Freunden Cuthbert und Alain und wie diese mit dem Bösen und seinen Dienern, Marten und Farson, auf der Welt konfrontiert werden. Neben diesen fünf, werden auch noch andere Protagonisten und Antagonisten vorgestellt, vielleicht sogar ein paar zu viele.

Für den jungen Roland beginnt alles mit der Schande, die seine Mutter der Familie bereitet und dem damit provozierten Duell gegen seinen Lehrmeister, das Roland entweder Verbannung bringt oder ihn zu einem Revolvermann macht. Nach dem Duell bekommen Roland und seine Freunde einen Auftrag, der sie in die die östliche Baronie Mejis führt. Dort findet Roland neben Gefahren, Feinden, Kämpfen und Öl auch die Liebe. Eine Geschichte, die so bisher noch nicht erzählt wurde und die viel über den späteren Roland aussagt. Neben den gewohnten Sprechblasen der Figuren, gibt es auch die Kästen des Erzählers, der aber, neben dem reinen Erzählen der Geschichte und Handlungen, auch seine eigene Meinung kundtut und den Leser/Betrachter direkt anspricht. Jae Lee wird im Comic seinem Gothic-Stil gerecht und schafft eine düstere Welt, vielleicht sogar etwas zu düster, aber Der Dunkle Turm ist auch eher eine dunkle Fantasy Saga und dazu passt das dann wieder. Dank der Größe der Sammlerausgabe sind die Bilder, die über zwei DinA-4 Seiten gehen ein wahrer Augenschmaus, leider gibt es auch Bilder, die eher wie szenische Ausschnitte aus Filmen wirken und dennoch keine Bewegungswahrnehmung hervorrufen.

Der offene Brief von Stephen King erklärt, wie es zu den Comics zum Dunklen Turm kam, welche Ideen er hat und wie er zu Comics steht – "erwachsen geworden". Die beiden Karten, einmal die der Baronie Neu-Kanaan und die der Baronie Mejis, sorgen für einen Überblick und liefern endlich Kartenmaterial zu Rolands Welt.

Die folgenden Kurzgeschichten sind aber wohl auch etwas für die, die Comics nicht so mögen, aber alles zum Dunklen Turm geradezu verschlingen. Die Geographie der Mittwelt mit den Balken, dem Dahinter und dem in der Mitte - der Dunkle Turm - wird vorgestellt. Dazu gibt es noch die Geschichten über Maerlyns Regenbogen und die Revolver der Deschain, die eng mit der Geschichte des Arthur Eld verbunden sind. Auch die Geschichte des Lachenden Spiegels, ein magischer Gegenstand, geschaffen, um den Schöpfer wahnsinnig zu machen, wie dieser zerstört und wie seine Macht dennoch Unheil über die Welt brachte, wird erzählt. Am Schluss erfährt der Leser schließlich alles über die Charyou-Bäume, jene Bäume die brennen, um mutationsfreie und Ernte überhaupt zu erbitten, und aus welchem düsteren Antrieb heraus diese entstanden und wie sehr Arthur Eld darunter zu leiden hatte.
Der Druck als Beilage ist hübsch anzusehen und eine gute Beigabe, leider aber auch nicht mehr.

Fazit: Der Dunkle Turm 1 – Der Revolvermann ist ein gelungenes Comicbuch mit tollen düsteren Bildern und einer spannenden Geschichte, die durch zusätzliche Informationen und Karten am Ende des Buches, die auch etwas für eingefleischte Der Dunkle Turm-Leser sind, abgerundet wird. Die vielen Charaktere die vorgestellt werden, müssen vorgestellt werden und die Düsternis passt einfach zur Mittwelt. Da muss man einfach durch. Die Zusammenarbeit scheint auf jeden Fall gut zu funktionieren und ich bin jetzt schon auf den zweiten Band gespannt. Eine lohnende Investition.




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