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Kreuzzug 01 - Simoun Dja
Von André Wiesler

Rezension erschienen: 24.07.2009, Serie: Comics, Autor(en): Dufaux, Xavier, Verlag: Splitter Verlag GmbH & Co. KG, Seiten: 56, Erschienen: 2009, Preis: 13,80 EUR


Kreuzzug nimmt sich die Geschehnisse des dritten Kreuzzugs (1189 bis 1192) zum Vorbild, in dem Richard Löwenherz und Sultan Saladin um Jerusalem kämpften. Diese Grundidee wird um fantastische Elemente wie magisch begabte Muftis, Unsterbliche und Dämonen erweitert, die jedoch sehr behutsam eingeführt werden. Der Leser gleitet praktisch von einer glaubhaften Kreuzzugsgeschichte langsam in die Gefilde des Übernatürlichen hinüber, in deren Zentrum die mysteriöse Wesenheit X3 steht.

Im ersten Teil werden vorrangig die handelnden Personen eingeführt. Die Rolle Saladins übernimmt der Sultan Ab’dul Rasim und Löwenherz wird durch Gregor von Arkos ersetzt. Eine weitere wichtige Person ist Gunther von Flandern, Schwiegersohn Gregors, der sich dem Feldzug auf Jerusalem entgegenstellt, weil er ihn als aussichtslos ansieht. Vor diesem Hintergrund des Glaubenskrieges entspinnen sich düstere Intrigen und schicksalhafte Mysterien.

Der Text stammt von Jean Dufaux (Raubtiere - Jäger der Nacht; Giacomo C.), die Zeichnungen entspringen der Feder von Philippe Xavier (Das verlorene Paradies), koloriert wurde von Jean-Jacques Chagnaud.

Der erste Band ist deutlich als Einführung zu erkennen. Der Textanteil ist sehr hoch und vieles ist so genannte Exposition, also eine Erklärung der Hintergründe für den Leser. Die Dialoge sind stellenweise ein wenig gestelzt und die Bezeichnung X3 klingt in meinen Ohren eher nach SciFi als nach historischer Fantasy, aber das ist schon Kritik auf hohem Niveau.

Die Zeichnungen sind, wie man es von Splitter gewohnt ist, sehr detailreich und realistisch. Hier und da sind die Gesichtszüge nicht ganz so prägnant ausdrucksstark, wie man es sich wünschen würde, aber das gleicht die Stimmung der Zeichnungen mit Leichtigkeit wieder aus. Der qualitativ hochwertigen Aufmachung in Hardcover und natürlich Vollfarbe wird durch zwei ausklappbare Innenseiten, die geschickt genutzt wurden, die Krone aufgesetzt.

Fazit: Man merkt Simoun Dja an, dass es ein erster Teil ist, die Geschichte kommt gerade erst richtig in Schwung, ist aber sehr viel versprechend. Die Aufmachung ist von gewohnt hoher Splitter-Qualität, die leider auch ihren Preis hat. Für Comic-Connaisseure, die sich für mittelalterlich-fantastische Themen begeistern können, eine klare Empfehlung.




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