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Gabriel Burns 31 - Rand der Gezeiten
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 12.10.2009, Serie: Auditorium, Autor(en): , Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2009, Preis: 8,95


Gabriel Burns ist eine Serie, die vor einigen Jahren mit hohen Erwartungen zu ihrer Jungfernfahrt auslief, irgendwann aber in den Untiefen einer immer weiter ausfernden Geschichte strandete, ohne dass man als Zuhörer das Gefühl hatte, das Schiff sei wieder flott zu kriegen. So mancher von ihnen hat sich wohl irgendwann ins Rettungsboot begeben, um am Ufer einer der vielen anderen Grusel-Serien zu landen.
Vielleicht liegt es auch daran, dass die Macher der Serie, allen voran Produzent Volker Sassenberg, sich dazu entschlossen haben, einfach mal eine mehr oder weniger in sich geschlossene Folge zu präsentieren, die einfach nur das macht, was ein gutes Grusel-Hörspiel tun soll: dem Zuhörer einen gehörigen Schauer über den Rücken zu jagen.

Nach dem "Fall" von Vancouver erinnert sich niemand in der Außenwelt mehr an die kanadische Stadt, und auch die Einwohner der Metropole verbringen ihre Zeit in einem bizarren Zustand zwischen Erinnern und Vergessen, der sie daran hindert, die Stadt zu verlassen oder Kontakt mit der Außenwelt aufzunehmen.
Da taucht plötzlich vor dem Hafen der Stadt ein Schiff auf, das seit vielen Jahrzehnten verschwunden war. Bakerman, die zentrale Figur im Kampf um den Erhalt der Welt gegen die Macht der zehn Fahlen Orte, sendet seinen Assistenten Schmidt zu Joyce Kramer und Larry Newman, die sich das Schiff genauer ansehen sollen. An Bord zu kommen ist gar nicht so schwierig, doch sie werden von einer geheimnisvollen Kraft daran gehindert, das Schiff wieder zu verlassen, wenn sie nicht sein Geheimnis klären.

Gleich am Anfang der CD bekommt der Zuhörer eine kurze Zusammenfassung des Hintergrunds der Serie geboten, in dem auch die oben genannten Personen kurz und prägnant vorgestellt werden. Auch dies spricht natürlich dafür, dass man versucht, neue Hörerschichten anzusprechen. Gut, diese werden sich wohl wundern, dass Steven Burns, der ja eigentlich die Hauptfigur der Serie darstellen sollte, in dieser Folge praktisch gar keine Rolle spielt (von einem "Gabriel Burns" mal ganz zu schweigen).
Wenn dieser unbekannte Ersthörer sich daran aber nicht stört, sondern sich auf die Folge einlässt, so wird er mit einer der spannendsten Geschichten aus dieser Reihe seit langer Zeit belohnt. Unwirkliche Szenen lassen den Zuhörer erschauern, das Geheimnis des Schiffes lässt ihn miträtseln, und dem Drehbuch gelingt sogar der Spagat, gleichermaßen für den Einsteiger wie für den erfahrenen Kenner von Gabriel Burns Spannung und Nervenkitzel zu bieten.

Nachdem der Fall von Vancouver am Ende von Folge 30 der lang erwartete Vorwärtsschub in der fortlaufenden Geschichte der Serie war, kann Rand der Gezeiten das hohe Niveau halten, eher sogar steigern. Wer Gabriel Burns vielleicht schon abgeschrieben hatte, der sollte dieser CD ruhig noch einmal eine Chance geben.
So kann es weitergehen, und man kann nur hoffen, dass die Produzenten nicht wieder in den Schlendrian der Zwanziger Folgen verfallen, in denen zwar viel geschah, aber wenig passierte.




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