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Kunststück - Krimi-Kartenspiel für clevere Kunstdiebe
Von Nils Rehm

Rezension erschienen: 11.08.2009, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Sonja Klein, Verlag: Gmeiner-Verlag GmbH, Seiten: , Erschienen: 2009, Preis: 14,99 €


Kunststück - Krimikartenspiel für clevere Kunstdiebe gehört zu einer kleinen Serie von Krimikartenspielen des Gmeiner-Verlags. Dieses Exemplar der Reihe erlaubt das Spiel mit zwei bis fünf Spielern und bewegt sich im rein taktischen Bereich. Die Spieler schlüpfen in die Rollen von Meisterdieben, die auf Gemälde spezialisiert sind. Ihre Jagdgründe sind die Alte Nationalgalerie in Berlin, die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, die Hamburger Kunsthalle, die Münchner Pinakothek, die Staatsgalerie Stuttgart und das Städel Museum in Frankfurt a.M., wo sie nach Aufträgen Werke aus sechs Epochen stehlen.

An Karten gibt es im Spiel Aufträge und Kunstwerke sowie Verstecke, von denen jeder Spieler eines für maximal drei Gemälde besitzt. Hinzu kommen noch drei gemeinsame Verstecke für maximal fünf Gemälde und zwei Razziakarten.
Grob funktioniert das Spiel so: Es wird im Uhrzeigersinn gespielt. Wer an der Reihe ist, kann bis zu drei Handlungen ausführen. Erstens kann man eine Gemälde- oder Auftragskarte vom Kartenstapel ziehen, zweitens ein Gemälde in ein anderes Versteck verschieben, neu dort ablegen oder vom Versteck wieder auf die Hand nehmen und drittens einen Auftrag erfüllen. Man legt dann die geforderten Kunstwerke auf den ausgespielten Auftrag. Die Mitspieler können sich den Auftrag aber dennoch durch bessere/wertigere Angebote noch sichern (jedes Gemälde hat einen unterschiedlichen Wert). In der zweiten Handlungsphase kann man zudem eine Razzia ansetzen. Dazu wird die entsprechende Karte an ein Versteck gelegt. Können die Diebe ihre dort abgelegten Gemälde noch in freien anderen Versteckplätzen unterbringen, geht die Sache glimpflich aus. Andernfalls wandern die Gemälde in die Asservatenkammer der Polizei.

Das Spiel endet, wenn vom Kartenstapel die Großrazziakarte gezogen wird. Jeder Spieler hat dann noch eine Handlungsphase. Am Ende gewinnt der Spieler, dessen Gemälde, mit denen er Aufträge erfüllt hat, zusammen am meisten wert sind.

Wie man sieht, ist das Spiel insgesamt überschaubar und lässt sich deshalb leicht erlernen. Die Anleitung ist logisch strukturiert, könnte aber noch besser sortiert sein. Die Handlungsphasen hätte ich gleich nach dem Spielaufbau erwartet und nicht erst nach der Erläuterung der Spielmechanismen während der Phasen. Das lässt sich aber leicht verschmerzen, zumal Kunststück mit guter Gestaltung und robuster Ausstattung glänzt.

Fazit: Der Gemeiner-Verlag hat ein weiteres gelungenes Kartenspiel für Taktikfreunde vorlegt, das ab drei Spielern so richtig Spaß macht und für eine gute Stunde Spannung bietet. Weil jede Runde andere Kartenkombinationen bietet, nutzt sich der Spielwert auch nicht ab.




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