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Die Saga vom Dunkelelf 12 - Der ewige Traum
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 14.10.2009, Serie: Auditorium, Autor(en): , Verlag: LAUSCH - Phantastische Hörspiele, Seiten: , Erschienen: 2009, Preis: 8,95 €


Eine Sache fällt sofort auf: Der stimmungsvolle, aber eigentlich schon seit mehreren Folgen unpassende Einstieg in jede Folge, in dem Drizzt von seinem Aufstieg aus dem Unterreich in die Welt des Lichts spricht, fehlt diesmal. Stattdessen startet das Hörspiel sofort mit der eigentlichen Geschichte.

Die Gefährten um den Dunkelhelfen Drizzt erreichen Calimhafen, das Ziel ihrer langen Reise auf der Verfolgung des entführten Halblings Regis. Sie erleben eine Stadt aus 1001 Nacht, die ihnen, die sie aus dem eisigen und harschen Norden der Welt stammen, völlig fremdartig und absonderlich erscheint.
Doch sie haben nicht viel Zeit für touristische Erkundungen, denn ihre Feinde, der Meuchelmörder Artemis Entreri und vor allem der Chef der hiesigen Diebsgilde, Pascha Pook, wollen nicht nur den Halbling töten. Sie wollen auch seine lästigen Freunde endlich loswerden.

Ein Großteil der Geschichte zentriert sich auf den Meuchelmörder Artemis Entreri. Sein Kampf, sowohl um die Vorherrschaft in der Stadt Calimhafen als auch gegen den Drow Drizzt Do'Urden, beherrscht große Teile des Drehbuchs. Doch auch der Rest kann sich sehen lassen.
Zum Höhepunkt und Abschluss des aktuellen Handlungsbogens drehen Ur-Autor R.A.Salvatore und Hörspiel-Macher Günter Merlau noch mal richtig auf: Werratten und andere Kreaturen, ein von einem inneren Kampf zerfressener Dunkelelf, eine Reise in den Tartarus, die Ebene der Hoffnungslosigkeit, all dies lässt die Zeit des Hörspiels wie im Flug vergehen, ohne dass sich einfach nur Actionszene an Actionszene reiht.
Es kommt sogar zum großen Aufeinandertreffen der beiden Kämpfer Drizzt und Entreri, und wenn man sich auch manchmal fragt, wie die beiden es bei ihrem von blitzschnellen Angriff und Paraden geprägten Kampfstil schaffen, zwischendurch so viel zu reden, ist die Szene doch größtenteils gelungen dargestellt.
Überhaupt bleibt die Firma LAUSCH ihrem hohen technischen Anspruch wieder treu und bietet Sprecher, Musik und Effekte vom Feinsten auf.
Und man verrät wohl nicht zu viel, wenn man sagt, dass die Freunde sicherlich bald gestärkt und zuversichtlich in ihre dreizehnte Folge starten können.
Offene Punkte gibt es sicherlich noch genug, und der bisherige Erfolg der Serie macht auch klar, dass es noch ganz andere Gründe gibt, die für eine Fortsetzung sprechen.

Auf jeden Fall merkt man dieser Folge mal wieder an, dass es eher die Nuancen sind, die den einen Teil einer Hörspiel-Serie einfach nur mittelprächtig machen, einen anderen aber gut oder sogar herausragend.

Fazit: Der Ewige Traum macht alles richtig, und ich kann nur hoffen, dass die weiteren Geschichten um Drizzt Do'Urden diesen Standard halten können.




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