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Point Whitmark 26 - Die Diener der Pest
Von Ralf Sandfuchs

Rezension erschienen: 14.10.2009, Serie: Auditorium, Autor(en): Volker Sassenberg, Verlag: Universal Family Entertainment GmbH, Seiten: , Erschienen: 2009, Preis: 8,95 €


Tom Cole, Derek Ashby und Jay Lawrence betreiben in New Hampshire Point Whitmark - den Radiosender, der so heißt wie die Stadt. Und so ganz nebenbei geraten sie immer wieder in gruselige Situationen, die sich am Ende dann als recht alltäglich erklärbar auflösen.
Die Fortsetzung der Drei ??? mit anderen Schauspielern, so möchte man vielleicht über die Serie urteilen. Aber Point Whitmark geht dabei mit einem solchen Einfallsreichtum zu Werke, dass man sie durchaus als Alternative akzeptieren kann.

Auch bei Die Diener der Pest wird gleich von Anfang an auf eine fremdartige Atmosphäre gesetzt, wenn nämlich drei Mitglieder von Corvus Corax, einer Gruppe mittelalterlicher Spielleute, auftauchen. Sie sagen einem jungen Mädchen namens Victoria Thornton die Zukunft voraus, doch auf einer der benutzten Karten ist dabei unzweifelhaft ihr eigentlich vor Jahren verstorbener Onkel zu erkennen. Um das Geheimnis zu klären, begeben sich die drei Detektive in die nahe Stadt Amberville, die sich selbst den Anschein eines mittelalterlichen Dorfes geben will.
Doch kaum sind die Jungs dort angekommen, da landen zwei von ihnen auch schon am Pranger, und Derek und Victoria müssen nun alles versuchen, um sie vor der verqueren Gerichtsbarkeit der Dorfbewohner zu bewahren...

Ich gebe zu, es erscheint mir etwas seltsam, dass es in Amerika irgendwo einen Ort geben soll, in dem Menschen so nach mittelalterlichen Regeln leben wie in Amberville, bis hin zur guten alten Hexen-Verfolgung.
Wenn man dieses offensichtliche Manko aber beiseite lässt (oder schlicht und ergreifend als "So ist das eben in Amerika!" akzeptiert), ist den Autoren ein interessantes Hörspiel gelungen, das bis zur Auflösung spannend bleibt. Zumindest, wenn man keine verschwurbelte Gordische-Knoten-Auflösung à la Agatha Christie erwartet.
Anders als Die Drei ??? - die nicht nur von den Schauspielern, sondern auch von den Geschichten her mit der Zeit immer erwachsener wurden - wendet sich Point Whitmark deutlicher an die jungen Zuhörer, ohne dass sich deren Eltern aber mit Grausen abwenden müssen.
Das Hörspiel stammt außerdem mal wieder aus den Studios von Volker Sassenberg, so dass man eine technisch herausragende Produktion erwarten darf und auch bekommt.

Eine Anmerkung noch zum Gastauftritt von Corvus Corax, der der Serie in der entsprechenden Szene einige Publicity einbrachte:
Im Endeffekt besteht diese aus der Einspielung eines alten Stücks der Band und der Entlehnung einiger Namen, denn im Gegensatz zu der bisweilen vertreten Auffassung sind die Bandmitglieder selbst nicht in den Rollen zu hören, die nach ihnen benannt sind.
Schade eigentlich, denn die herrlich überzogenen Ansagen von Tritonus dem Teufel, die man von so manchem Konzert der Band kennt, hätten dem mittelalterlichen Treiben sicherlich einen Touch mehr scheinbare Authentizität verliehen.

Davon abgesehen kann man aber auch diese Folge allen Fans der Serie ans Herz legen.
Und wer weiß, vielleicht greift ja auch der eine oder andere Mittelalter-Fan zu dieser CD und bleibt daran hängen. Es sind schon seltsamere Dinge passiert, gerade in Point Whitmark.




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