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Star Trek - Countdown
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 18.06.2009, Serie: Belletristik, Autor(en): Jones, Johnson, Messina, Verlag: Cross Cult Verlag, Seiten: 89, Erschienen: 2009, Preis: 14,80 Euro


Die Welt wartet auf den neuen "Star Trek"-Kinofilm, Cross Cult bringt uns jetzt schon den Comic, der als Appetizer fungieren soll. Gelungene Vorspeise oder Marketinggag?

Romulus sieht sich mit einer neuen Macht am Sternenhimmel bedroht. Nein, es handelt sich nicht um eine neue gefährliche Rasse. Ein Stern im System droht zur Supernova zu werden und unter anderem die Heimatwelt des großen Imperiums zu vernichten. Botschafter Spock sieht die Gefahr und obwohl er bekanntlich Vulkanier ist, versucht er alles, um den Senat von dem drohenden Unheil zu überzeugen. Unterstützend wirkt dabei ein junges Mitglied der Bergbau-Gilde, der Romulaner Nero, der hautnah erlebte, was dem Imperium droht. Um eine Supernova abzuwenden, muss Romulus jedoch mit Vulkan kooperieren – eine Lösung scheint in weiter Ferne.
Doch Spock sammelt Nero und seine Crew um sich und wagt den Versuch, gegen den Beschluss des Senats auf seiner Heimatwelt für den Frieden und die Zusammenarbeit zu werben. Dazu muss Vulkan jedoch wichtige Technologien an den Erzfeind abgeben. Ein doppelter gordischer Knoten, wenn man so will.
Doch all das ist nur das Vorgeplänkel für eine andere zerstörerische Macht aus dem Herzen des Imperiums, mit der sich die Föderation bald konfrontiert sieht. Und das ruft sowohl die Enterprise auf den Plan, als auch fast all jene Charaktere, welche die Star-Trek-Fans über die Jahre aus der Next Generation lieb gewonnen haben.

Grafische liegt das Heft mit seinen vielen dunklen Seiten zwischen hohem Realismus mit vielen Details und Computergrafiken. An manchen Stellen wirkt dieser Stil fast ein wenig steril, was zu Star Trek aber auch wieder passt.
Die Geschichte an sich soll Vorfreude auf den Film machen. Das funktioniert recht gut, zu mehr reicht es aber leider doch nicht. Zu sehr erinnert die Handlung an ein abgespecktes Nemesis: Zu viel passiert zu schnell und mit zu wenig Tiefgang, wieder dreht ein Romulaner durch und sieht dabei sehr seltsam aus. Das Wiedersehen der großen Stars wie Worf oder Picard wird zu einem Schaulaufen der Elefanten. Und auch der neue Captain der Enterprise wird wohl dem einen oder anderen Fan sauer aufstoßen.

Fazit: Insgesamt ist das Comic ein netter Teaser für den Kinofilm, leider aber auch nicht mehr. Neben der Softcoverausgabe, die hier beschreiben wurde, gibt es den Comic auch in harter Schale.




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