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Plattenbauten – Berliner Betonerzeugnisse
Von Christoph Schubert

Rezension erschienen: 11.04.2009, Serie: Gesellschaftsspiele, Autor(en): Cornelius Mangold, Verlag: Keine Angabe, Seiten: 33, Erschienen: 2004, Preis: 12,50 Euro


Es gibt Spiele, die sind in ihrer Idee so uralt, dass es einen verwundert, wie sie sich über die Zeit halten konnten. Zu einem solchen zählt das klassische Quartett-Kartenspiel. Aber es sind Dinge wie diese spezielle Version, welche selbst jenes alte System innovativ und spritzig wirken lässt.

Das Plattenbauten-Quartett des Superclub Verlags beinhaltet neben den 28 Spielkarten ein Deckblatt mit Spielanleitung, ein Stück Papier in Englisch mit den wichtigsten historischen Daten zum Thema, den englischen Regeln und einem kleinen Wörterbuch. Des Weiteren liegen vier Karten bei, welche die "Platte" von außen und innen beschreiben, kleine Geheimnisse offenbaren und das Leben in jenen "Bausünden" erläutern.
Für das klassische Quartett-Spiel werden die Karten in sieben Gruppen unterteilt: Außenwandplatte Beton, Formstein Beton, Außenwandplatte Beton/Keramik, Verbindungselement Beton, Außenwandplatte Keramik, Giebelelement Beton, sowie Formstein Beton lackiert.
Da man aber ein Quartett-Spiel oft auch immer als "Super-Trumpf" Version spielen kann, werden weitere Daten zum schnellen Vergleich und Stechen angegeben: Geschosszahl, Fertigstellung, Elementbreite, Elementhöhe und Einheiten. Zudem finden sich auf den Karten die Adresse der jeweiligen Aufnahme, die Bezeichnung, sowie weitere Details, wie die Art des Hauses oder Name des Projektleiters.

Man darf sich sicherlich zu Recht fragen, wer so etwas denn überhaupt braucht. In Anbetracht des Preises ist dieses Spiel weniger für Kinder gedacht, sondern eher für Erwachsene, welche den leicht ironischen Unterton erkennen und zu schätzen wissen. Schon alleine durch die kleinen Extras wird klar, dass es sich hier nicht um ein Massenprodukt der Spielzeugindustrie handelt, sondern um ein Kunstprojekt in Kleinauflage.

Fazit: Fans der WBS70 werden vor Freude erzücken. Ob Stadtplaner, Architekten, (N)ostalgiker oder einfach nur einen Sprung in der Schüssel - Freunde der Betonkunst können beruhigt zugreifen. Die Süddeutsche Zeitung nennt es nicht umsonst "das wichtigste Kartenspiel unserer Zeit". Ein weiteres, themenverwandtes Quartettspiel ist bereits erschienen.




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